Globaler Klimastreik: Ein Freitag für die Zukunft – auch in Ulm

Eine Gruppe junger Aktivisten und Aktivistinnen von Fridays for Future haben ihre Schilder und Plakate bereits vorbereitet. Am 20. September sind in Deutschland an über hundert Orten in Deutschland Aktionen geplant.
Carsten Koall/dpa- „Fridays for Future“ ruft zu globalem Klimastreik auf; auch in Ulm, Tübingen, Stuttgart geplant.
- Ulm: Fahrraddemonstration um 16 Uhr am Münsterplatz; 500 Teilnehmer erwartet.
- Fokus auf bessere Klimaschutzmaßnahmen; Kritik an Verkehrspolitik und fossilen Energien.
- Laut Carla Reemtsma hat Bewegung zuletzt an Zulauf verloren, u.a. wegen Krisen wie Corona.
- Reemtsma: Politik muss trotz Krisen Lebensgrundlage schützen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Klimabewegung „Fridays for Future“ hat für Freitag (20.9.2024) erneut zur Teilnahme am „Globalen Klimastreik“ aufgerufen. Überall in Deutschland – auch in vielen baden-württembergischen Städten – und weltweit finden laut der Bewegung Aktionen statt.
Auch in Ulm findet eine Aktion statt
Die hiesige Ortsgruppe hat für 16 Uhr am Münsterplatz eine Fahrraddemonstration angekündigt und zur Teilnahme eingeladen. Das Ziel sei, mit dem Fahrrad durch Ulm und Neu-Ulm zu fahren, um „für bessere Klimaschutzmaßnahmen“ zu demonstrieren. Die Anmelder und Anmelderinnen der Demonstration kritisieren insbesondere die Verkehrspolitik von Bund, Land und Landkreis und die vermeintlich einseitige Fixierung auf den Ausbau von Infrastruktur für Personen- und Lastkraftwagen. Laut der Pressesprecherin der Stadt Ulm, Marlies Gildehaus, werden 500 Teilnehmende erwartet.
Auch in Tübingen, Reutlingen, Stuttgart, Nürtingen und Biberach sind unter anderem Aktionen geplant. An über hundert Orten in Deutschland soll unter dem Motto #NowForFuture ein schneller Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl sowie ein Ende der Investitionen in fossile Energien gefordert werden. Global soll es in zahlreichen großen und kleineren Städten Demonstrationen geben, so zum Beispiel auf Spitzbergen in der Arktis, in Tunis oder in Rio de Janeiro.
Zuletzt hat die Bewegung an Zulauf verloren
Nach Ansicht von Carla Reemtsma, der Sprecherin der Klimabewegung, habe Fridays for Future bei ihren Demonstrationen zuletzt an Zulauf verloren. Mit Blick auf die für heute angekündigten Proteste sagte sie im Deutschlandfunk, dass die Klimabewegung stark abhängig sei vom aktuellen politischen Kontext.
„Da sind ganz große Krisen, sei es die Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und dann in Folge die Inflation, die gestiegenen Lebenshaltungskosten, die Energiekrise, die natürlich viele, viele Menschen verunsichern.“
Allerdings mahnte Reemtsma auch, rechte Kräfte würde den Klimaschutz gezielt angreifen. So drohe die Stimmungsmache der AFD bei diesem Thema auf andere Parteien überzuschwappen.
Vor Beginn der Corona-Pandemie gingen in Deutschland teilweise Hunderttausende Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. Wie viele es heute würden, sei schwer einzuschätzen, sagte Reemtsma.
Reemtsma sieht die Politik in der Verantwortung
Weiter sagte die Sprecherin der Klimabewegung, dass sie niemandem einen Vorwurf mache, sich im Kontext der zahlreichen Krisen, mit anderen Fragen zu beschäftigen. „Gleichzeitig ist ganz klar, die Politikerinnen und Politiker sind unabhängig davon in der Verantwortung, unsere Lebensgrundlage zu schützen“, so die Sprecherin der Klimabewegung.
Artikel erstellt mit Material der Deutschen Presseagentur.


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