Hauptbahnhof in Ulm
: Schwarzfahrer verschanzt sich auf Zugklo und streamt Polizeieinsatz

Die Polizei zwingt am Ulmer Hauptbahnhof einen Mann ohne Ticket aus einer Zugtoilette. Der 33-Jährige leistet Widerstand und filmt den Einsatz fürs Netz.
Von
Isabelle Jahn
Ulm
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Großeinsatz der Polizei am Ulmer Hauptbahnhof: Beamte der Bundes-, Landes- und der Ulmer Polizei haben am Montagabend den Bereich abgesperrt.

Die Polizei holt am Ulmer Hauptbahnhof einen Schwarzfahrer aus einer Zugtoilette. (Archivbild)

Volkmar Könneke
  • Ulm Hauptbahnhof: Polizei holte einen 33-Jährigen ohne Ticket aus einer Zugtoilette.
  • Er hatte sich nach der Kontrolle auf der Strecke München–Ulm in der Toilette verschanzt.
  • Beim Rausbringen leistete er Widerstand und verletzte drei Beamte leicht.
  • Er filmte den Einsatz mit dem Smartphone und streamte mutmaßlich in sozialen Medien.
  • Handy wurde beschlagnahmt, Ermittlungen laufen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf Zugtoiletten hält man sich für gewöhnlich nicht länger auf als nötig. Für einen 33-Jährigen war die verschließbare Kabine jedoch ein willkommener Fluchtort, als er sich am Mittwoch gegen 16 Uhr auf der Strecke von München nach Ulm einer Fahrscheinkontrolle entziehen wollte. Es folgte ein Polizeieinsatz in Ulm.

Wie kam es dazu? Nachdem ein Zugbegleiter in einem Fernverkehrszug der Deutschen Bahn laut Polizeibericht festgestellt hatte, dass der Mann offenbar kein Ticket besaß und sich nicht ausweisen wollte, zog er einen zufällig anwesenden und privat reisenden Beamten der hessischen Landespolizei hinzu. Als der 33-Jährige den Beamten erkannte, flüchtete er in die Zugtoilette und verschanzte sich darin.

Mann verletzt Polizisten

Am Hauptbahnhof in Ulm war Schluss mit dem Versteckspiel: Bundespolizisten öffneten die Toilettentür und brachten den Mann zwangsweise aus dem Zug. Dabei leistete er körperlichen Widerstand und verletzte drei Beamte leicht. Obendrein filmte der Mann den Polizeieinsatz mit seinem Smartphone und streamte die Aufnahmen mutmaßlich in sozialen Medien.

Polizei beschlagnahmt Handy

Die Einsatzkräfte stellten das Gerät als Beweismittel sicher und brachten den Mann zur Dienststelle. Danach konnte der 33-Jährige seinen Weg fortsetzen, aber nicht ohne weitere Konsequenzen: Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

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