SWP+SWP+Geiselnahme im Ulmer Starbucks
: Cafémanagerin macht Polizei schwere Vorwürfe

Im Prozess gegen den 44-jährigen Soldaten klagen neben dem Staat auch drei der Geiseln. Eine davon – es war die junge Frau, die bis zum Schluss in der Gewalt des mutmaßlichen Täters war – saß mit in der Verhandlung und kämpfte mit ihren Gefühlen.
Von
Ulrike Schleicher
Ulm
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Beginn Prozess wegen Geiselnahme in Ulm: 09.09.2024, Baden-Württemberg, Ulm: Ein Justizwachtmeister führt einen an Händen und Füßen gefesselten Mann in den Gerichtssaal. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Ende Januar 2024 insgesamt ein Dutzend Gäste und Mitarbeitende in einem Café in Ulm als Geiseln genommen zu haben. Der Soldat aus Nordrhein-Westfalen habe die Geiseln mit einer täuschend echten Pistolen-Attrappe bedroht und aufgefordert, die Polizei zu rufen. Sein Ziel sei gewesen, die einschreitenden Polizeibeamten während der laufenden Geiselnahme zu einem finalen «Rettungsschuss» zu zwingen. Wie von ihm erwartet, eröffneten die Polizisten das Feuer, woraufhin der Angeschuldigte getroffen und im Gesicht schwer verletzt wurde. Sämtliche Geiseln blieben unverletzt. Foto: Stefan Puchner/dpa - ACHTUNG: Person wurde aus rechtlichen Gründen gepixelt +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Justizwachtmeister führt den an Händen und Füßen gefesselten Mann in den Gerichtssaal. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Ende Januar 2024 insgesamt ein Dutzend Gäste und Mitarbeitende in einem Café in Ulm als Geiseln genommen zu haben.

Stefan Puchner/dpa