Fünfter Streiktag
: Telekom-Beschäftigte streiken in Ulm

Beschäftigte der Deutschen Telekom streiken am Montag in Ulm für höhere Löhne und bessere Ausbildungsvergütungen. Hintergrund ist die bisher erfolglos laufende Tarifrunde.
Von
Laura Mensch
Ulm
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Ulm: Morgen fünfter Streiktag bei der Telekom im Land – Kundgebung in Ulm

Fünfter Streiktag bei der Telekom im Land – Kundgebung in Ulm.

Matthias Kessler
  • Beschäftigte der Deutschen Telekom streiken in Ulm für höhere Löhne und Vergütungen.
  • Anlass ist die laufende Tarifrunde ohne Angebot der Arbeitgeber, so ver.di.
  • Kundgebung startete am Theater Ulm, Demo zum Weinhof – Teilnahme auch von Auszubildenden.
  • Parallel Streiks an Standorten in Baden-Württemberg, ver.di rechnet mit bis zu 1.000 Teilnehmenden.
  • Forderung: 6,6 Prozent mehr Entgelt für zwölf Monate sowie Mitgliederbonus und höhere Ausbildungsvergütung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Montag (12. Mai) haben sich in Ulm Beschäftigte der Deutschen Telekom am bundesweiten Warnstreik der Gewerkschaft ver.di beteiligt. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde bei der Telekom, in der es laut ver.di bislang noch kein Angebot der Arbeitgeberseite gibt.

Die Kundgebung begann am Vormittag am Theater Ulm in der Olgastraße. Anschließend zogen die Streikenden in einer Demonstration über den Hauptbahnhof bis zum Gewerkschaftshaus am Weinhof. Nach Angaben von ver.di beteiligten sich auch Auszubildende, dual Studierende sowie Beschäftigte von T-Systems und der PVG (T-Shops) am Ausstand.

Parallel zu den Aktionen in Ulm wurde auch an zahlreichen weiteren Telekom-Standorten in Baden-Württemberg gestreikt, darunter in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Freiburg. Landesweit rechnete ver.di mit bis zu 1.000 Teilnehmenden.

Telekom fordert Lohnerhöhung

Die Gewerkschaft fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem verlangt ver.di einen Mitgliederbonus sowie höhere Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende.

Christian Filusch, Landesarbeitskampfleiter von ver.di Baden-Württemberg, erklärte: „Wir streiken bewusst während der laufenden Verhandlungen. Die Arbeitgeber brauchen offensichtlich spürbaren Druck, um endlich ein Angebot vorzulegen.“