Herr Zenker, wie hat sich Ihre Tätigkeit als Danube Guide entwickelt?

Es hat sich viel getan, ich biete jetzt spezielle Donau-Führungen über die Ulm/ Neu-Ulm Touristik an. Außerdem führe ich im Donauschwäbischen Zentralmuseum durch die Ausstellung „Flussgeschichten“. Das Donaubüro meldet auch oft Bedarf an einem Danube Guide an.

Wie verläuft eine Flussführung?

Meine Führungen dauern ca. 90 Minuten und ich beginne weit entfernt von der Donau, nämlich am Georgsbrunnen hinter dem Münster. Noch bis 1548 lag der Schwörtag in Ulm im April, am Tag des heiligen Georg. In einem versteckten Hinterhof beim Judenhof gibt es danach einen alten Brunnenstein zu entdecken, auf dem Hilaria und Danubius dargestellt sind. Schließlich gehen wir zur Donau und widmen uns der Auswanderung, dem Hochwasser, einer Schiffsmühle und manch anderer Kuriosität, die Ulm mit der Donau verbindet.

Was reizt Sie daran, Gäste und Einheimische an die Donau zu führen?

Der Reiz liegt im Fernweh. Wie viele Menschen reise ich sehr gerne und kein Fluss verbindet so viele Länder miteinander wie die Donau.

Sind Sie der einzige Danube Guide in Ulm?

Aktuell sind fünf Danube Guides für Ulm auf der Website aufgelistet. Man kann mich aber auch direkt buchen über „SchaulustigesUlm“.
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Als ausgebildeter Danube Guide weiß Jörg Zenker viel über die Donau zu erzählen.
Als ausgebildeter Danube Guide weiß Jörg Zenker viel über die Donau zu erzählen.
© Foto: Lars Schwerdtfeger