Forschungsprojekt in Ulm
: Achtung, Roboter in der Fußgängerzone im Anmarsch!

Roboter in der Hirschstraße? Tatsache: Ein neues Forschungszentrum testet mitten in Ulm das Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Das ist geplant.
Von
swp
Ulm
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Roboter in der Ulmer Innenstadt: Teilnehmer der Projektpartner posieren mit Servicerobotern vor dem Ulmer Rathaus.

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Kehren, Reinigen, Transportieren: Serviceroboter übernehmen in vielen Städten bereits vermehrt Aufgaben im öffentlichen Raum, etwa in Fußgängerzonen, auf Bahnhöfen oder in Parkgaragen. Sie werden somit nicht nur immer stärker Teil des Stadtbilds, sondern tragen auch zu veränderten Arbeitsabläufen bei.

Begegnung von Passanten mit Robotern

Klar ist: Die Begegnung von Passanten mit diesen Robotern wird zunehmen. Deshalb müssen sie, um ihre Aufgabe effizient und sicher durchführen zu können, nicht nur mit ihren menschlichen Teampartnern, sondern auch mit Unbeteiligten interagieren.

Das neu gegründete Ulmer Zentrum zur Erforschung und Evaluation der Mensch–Roboter–Interaktion im öffentlichen Raum (ZEN–MRI) wird sich in den kommenden Jahren mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen.

Wie die Stadt Ulm mitteilt, haben sich dazu die Uni Ulm, die Hochschule der Medien Stuttgart, das Fraunhofer–Institut für Arbeitswirtschaft, die Firma Adlatus Robotics und die Stadt in einem Kooperationsprojekt zusammengeschlossen.

Testflächen für Roboter in der Ulmer Innenstadt

In den nächsten drei Jahren wollen die Partner die notwendigen Anforderungen für „Roboterverhalten im öffentlichen Raum“ erarbeiten. Forschungsschwerpunkt sind Interaktionen mit Passanten zur Optimierung des Roboterverhaltens, aber auch die Einbettung der Roboter in den öffentlichen Raum.

Dafür sollen in der Ulmer Innenstadt Testflächen eingerichtet werden. Geplant sind unter anderem Flächen in der Fußgängerzone und in der Bahnhofspassage, in denen dann im Alltag der Menschen Begegnungen möglich werden.

Rechtliche und ethische Fragestellungen sollen genauso untersucht werden wie Sicherheitsvorgaben oder Fragen städtebaulicher Vorgaben, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. Das Projekt wird seit Herbst für drei Jahre vom Bundesforschungsministerium mit 3,6 Millionen Euro gefördert.

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