SWP+SWP+Forschung Schizophrenie
: Das Fenster zum Gehirn

Prof. Carlos Schönfeldt-Lecuona hat zusammen mit zwei Doktoranden Veränderungen an der Netzhaut von Schizophrenie-Patienten festgestellt. Vielleicht hilft das bei der Diagnose der Erkrankung.
Von
Rudi Kübler
Ulm
Jetzt in der App anhören

Bisweilen sind es die Zufälle, die die Wissenschaft weiterbringen. Wäre Prof. Carlos Schönfeldt-Lecuona nicht vor Jahren auf einer Ärzte-Fortbildung am RKU gewesen, dann ... wer weiß? Zumal es um Multiple Sklerose ging, ein Thema, das eigentlich nicht zu seinen Schwerpunkten zählt. Der 53-Jährige ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und arbeitet als stellvertretender leitender Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III am Ulmer Uni-Klinikum. Der Referent hatte damals, 2013 war’s, ein Gerät erwähnt, von dem Schönfeldt-Lecuona noch nie zuvor gehört hatte: OCT. Die Abkürzung steht für Optische Kohärenztomographie. OCT ist ein bildgebendes Verfahren, vergleichbar mit Ultraschall – mit dem Unterschied, dass es Licht anstelle von Schall verwendet und eine Auflösung auf mikroskopischer Ebene bietet. Augenärzte benutzen OCT, um Erkrankungen des Auges und insbesondere der Netzhaut zu diagnostizieren.