Flut an Donau und Iller: Mit dem Kajak durch Neu-Ulm - So verheerend war das Hochwasser von 1999

Ein Kajakfahrer nutzt das Donauhochwasser zur Paddeltour durch Neu-Ulm. Dieses Bild zeigt die Schützenstraße.
Oliver SchulzDer Pegel der Iller war am Pfingstsonntag 1999 an der Messstelle Wiblingen auf das Rekordhoch von 7,52 Meter gestiegen. Die Donau erreichte am Pfingstsonntag 1999 einen Pegel von 5,71 Metern. Infos zur aktuellen Hochwasserlage in Ulm und Neu-Ulm finden Sie hier.

Blick von der Herdbrücke in Ulm.
Oliver Schulz.Die Wassermassen reichten bis an die Ulmer Stadtmauer: Das Foto oben zeigt den Blick von der Herdbrücke auf die Donau.

Der Blick vom Neu-Ulmer Donauufer.
Oliver SchulzAuch auf der Neu-Ulmer Seite machten sich die Wassermassen breit. Stadt und Kreis Neu-Ulm traf das Hochwasser besonders. Die Fluten strömten in die Neu-Ulmer Innenstadt.

In der Neu-Ulmer Innenstadt stand das Wasser kniehoch.
Oliver SchulzIm Zentrum von Neu-Ulm stand das Wasser kniehoch. Diese Frau watete durch die überflutete Schützenstraße.

Ein Bundeswehrfahrzeug fährt durch die Neu-Ulmer Innenstadt.
Oliver SchulzAußer per Boot war die Neu-Ulmer Innenstadt am Pfingstsonntag nur noch mit geländegängigen Bundeswehrfahrzeugen zu erreichen.

Im Ostermahdweg in Wiblingen stand am Pfingstsonntag das Wasser kniehoch. Ein Vorwärtskommen gab es nur noch mit dem Schlauchboot.
Oliver SchulzMit dem Schlauchboot durch Wiblingen: Der Ulmer Stadtteil wurde von der Flut ebenfalls schwer getroffen.

Männer bauen in der Neu-Ulmer Innenstadt eine Wand aus Sandsäcken auf.
Oliver SchulzAnwohner und freiwillige Helfer kämpften gemeinsam mit den Einsatzkräften gegen die Wassermassen. Diese Wand aus Sandsäcken sollte verhindern, dass das Wasser auf den Neu-Ulmer Petrusplatz und in die Hermann-Köhl-Straße überschwappt.

Helfer säubern das Freizeitbad Atlantis von den Hinterlassenschaften der Flut.
Reiner WolfErst im Dezember 1998 war das Freizeitbad Atlantis (heute Donaubad) am Donauufer eröffnet worden. Auch ein Ein-Meter-Wall aus Sandsäcken konnte die Wassermassen nicht aufhalten - die Neu-Ulmer Feuerwehr musste das Bad aufgeben. Der Schaden allein am Atlantis wurde auf umgerechnet 2,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt. Dieses Bild zeigt die Aufräumarbeiten einige Wochen nach dem Hochwasser.

Ein Mitarbeiter des Atlantis in Neu-Ulm beseitigt angeschwemmten Unrat.
dpaDas gesamte Bad war mit Unrat übersät - dieses Bild zeigt einen Mitarbeiter bei Aufräumarbeiten.

Luftbild der überfluteten Neu-Ulmer Eislaufanlage.
APDie Neu-Ulmer Eislaufanlage wurde ebenfalls überflutet.

Freiwillige Helfer beseitigten Schlamm im Neu-Ulmer Eisstadion.
Volkmar KönnekeAuch dort war ein massiver Aufräum-Einsatz nötig. Das Bild zeigt Helfer, die Schlamm im Innenraum der Anlage abtragen.

Patienten des Krankenhauses Neu-Ulm wurden evakuiert.
Oliver SchulzDramatische Stunden erlebten Patienten und Personal des Neu-Ulmer Krankenhauses, das direkt am Donauufer liegt. Patienten wurden in Sicherheit gebracht.

Bundeswehr-Soldaten im Einsatz: Auf der Augsburger Straße vor dem Landratsamt wurden die Sandsäcke gefüllt.
Oliver SchulzZur Unterstützung rückte die Bundeswehr an: Soldaten füllten an der Augsburger Straße vor dem Neu-Ulmer Landratsamt Sandsäcke.

Blick von oben auf die gesperrte Illerbrücke zwischen Senden und Oberkirchberg. Im Vordergrund die Illersäge.
Matthias KesslerAuch im Landkreis Neu-Ulm löste das Hochwasser verheerende Schäden aus. Dieses Foto zeigt die Illerbrücke zwischen Senden-Ay und Oberkirchberg, die wegen der Flut gesperrt werden musste.

Hochwaserschäden in den Illerauen bei Vöhringen.
Ingrid WeichsbergerDie Illerauen bei Vöhringen: Die Wassermassen der Iller hatten sich ihren eigenen Weg durch die Auwälder gesucht und dabei große Schäden hinterlassen.

Lydia Stresemann (r.) aus dem Neu-Ulmer Villenviertel mit einer anderen Frau beim Aufräumen im Keller der Wohnung. Das Hochwasser hat dort alles kaputt gemacht.
Matthias KesslerViele Privatleute kämpften mit immensen Hochwasser-Schäden. Diese zwei Frauen räumten einen Keller im Neu-Ulmer Villenviertel auf.

Durch das Hochwasser unbrauchbar gewordener Hausrat türmte sich vor dem Haus von Lydia Stresemann im Neu-Ulmer Villenviertel.
Matthias KesslerNoch vor wenigen Tagen eine gemütliche Einrichtung, jetzt Sperrmüll: In den Wochen nach dem Hochwasser mussten massenhaft unbrauchbar gewordene Möbel abtransportiert werden.

Freiwillige Helfer feiern an der Eissporthalle in Neu-Ulm. Die Stadt hatte sie als Dankeschön für ihren Einsatz eingeladen.
Maria MüssigViele packten mit an, halfen ihren Nachbarn und völlig Fremden im Kampf mit den Wassermassen und ihren Folgen. Im September 1999 lud die Stadt Neu-Ulm Helfer als Dankeschön für ihren Einsatz zu einer Feier ins Bierzelt vor der Eissporthalle ein.
