Exklusiver Ausblick!: Den Sonnenuntergang vom Ulmer Münsterturm aus erlebt

Zu später Stunde haben Besucher sonst nichts auf dem Turm verloren. Für die Aktion 100 000 und Ulmer helft machte Iris Ettrich, die Leiterin des Besucherbetriebs, eine Ausnahme.
Birgit Eberle- 50 Besucher erlebten den Sonnenuntergang vom Ulmer Münsterturm zur „Blauen Stunde“.
- Orgelmusik von Bach bis Boëllmann und blaue Lichteffekte boten ein besonderes Erlebnis.
- Auf 102 Metern Höhe genossen Gäste Sushi, Schokolade und die Aussicht auf die Stadt.
- Gäste erhielten Mini-Taschenlampen und Münstersteine als Souvenirs.
- Abschluss mit blauem „Donauwasser“-Cocktail; Idee für Winteraktion mit Glühwein geäußert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was für Sinneseindrücke! Mit ganz besonderen Abendklängen stimmte Münsterorganist Friedemann Johannes Wieland auf die Blaue Stunde hoch über den Dächern der Stadt ein. Diese exklusive Veranstaltung der Aktion 100 000 und Ulmer helft ist seit einigen Jahren um die Sommersonnenwende herum fester Bestandteil des Benefiz-Kalenders. Dabei waren nicht nur die Ohren mit dem Verarbeiten der Musik beschäftigt. Der gewaltige Orgelsound durchdrang vor allem bei der finalen Toccata den ganzen Körper.

Abendklänge im Münster: Passend zur „Blauen Stunde“ auf dem Turm war das Gewölbe hinter der Orgel in strahlendes Blau getaucht.
BIrgit EberleRund 50 Besucherinnen und Besucher hatten sich neben der Konzertkarte ein Ticket für die außergewöhnliche Veranstaltung der Aktion 100 000 und Ulmer helft im Münsterhauptturm gesichert. Schon allein die fantastischen Abendklänge, zu denen das Gewölbe hinter der Orgel blau illuminiert war, begeisterten das Publikum. Friedemann Johannes Wieland hatte neben Werken von Bach bis Boëllmann auch feine eigene Improvisationen unter dem Titel „Blue“ ins Programm aufgenommen und sich dafür mehrfach aufbrandenden Schlussapplaus abgeholt. Für die Besitzerinnen und Besitzer der Kombitickets ging es direkt danach zum Drehkreuz in Richtung Turmaufstieg.
Die Sonne als Highlight
Nach einem Zwischenstopp in der Turmstube auf 70 Metern Höhe, wo man sich mit Laugenspatzen von Zuckerbäcker Zaiser und einem frischen Getränk stärken konnte, ging es rauf auf die Plattform in 102 Metern Höhe. Die Stoßgebete des Aktion 100 000-Teams, dass es an dem Abend bitte nicht wolkenverhangen sein möge, wurden erhört. Allen Regenwetterprognosen zum Trotz bescherte die untergehende Sonne den Münstergästen ein leuchtend orangerotes Highlight, das sich auch als Band über den Horizont zog.

Die Blaue Stunde genießen: Besucherinnen und Besucher beobachten den Sonnenuntergang vom Hauptturm aus.
Birgit EberleManch Romantiker hatte seine eigene Verpflegung zu dem Naturschauspiel mitgebracht. Während eine Gruppe Asiatisches vom Sushitablett naschte, verließen sich andere lieber auf Schokolade. Wer sich nicht einmal von schmackhaftem Essen und Gesprächen ablenken lassen wollte, genoss ganz für sich und still den einmaligen Blick vom mit insgesamt 161,5 Metern (noch) höchsten Kirchturm der Welt. Wann hat man sonst schon Gelegenheit mitzuerleben, wie sich die Dunkelheit wie eine Decke über die Stadt zieht?

Hoch lebe die internationale Küche! Diese beiden zückten die Stäbchen und ließen sich Sushi schmecken.
Birgit EberleWeil das „Treppenhaus“ im Münster keine Beleuchtung hat, gab es als Präsent für die Gäste eine Mini-Taschenlampe, mit der man sich sicher auf den Weg nach unten machen konnte, wo jeder Gast am Ausgang noch einen kleinen original Münsterstein mit Zertifikat überreicht bekam. Doch damit war die Blaue Stunde noch nicht vorbei. Karin Krings vom Hotel Goldenes Rad wartete zum „Absacker“ mit einem sagenhaft blauen Cocktail namens „Donauwasser“ auf. „Wir sind nächstes Jahr wieder dabei“, sagte eine Besucherin zwischen zwei Schlucken und ein anderer meinte: „Kann man nicht im Winter auch eine Münsteraktion machen und dann Glühwein servieren?
Woher kommt die Bezeichnung Blaue Stunde?
Direkt vor dem Sonnenaufgang und kurz nach dem Sonnenuntergang nimmt der Himmel eine ganz besondere Färbung an. Er bekommt ein intensives Blau. Der flache Winkel des Sonnenlichts in Wechselwirkung mit der Ozonschicht wird dafür verantwortlich gemacht.
