Event in der Stadtbibliothek Ulm: Wie gefährlich sind Fake News – und wie kann Journalismus dagegenhalten?

Was ist real, was Erfindung? Desinformation hat diese Grenze schon immer verwischt. Im digitalen Zeitalter sind Wahrheit und Lüge immer schwieriger zu unterscheiden.
Adobe Stock- Stadtbibliothek Ulm und SÜDWEST PRESSE laden zu „Fakt statt Fake“ in die Glaspyramide ein.
- Thema ist der Umgang mit Fake News, Desinformation und KI-Fakes im digitalen Zeitalter.
- Die Stadtbibliothek stellt ihre Workshops zur Stärkung von Medienkompetenz vor.
- Roland Müller berichtet aus dem Redaktionsalltag über Trends, Mechanismen und Anfeindungen.
- Termin: Donnerstag, 7. Mai, Beginn 19.30 Uhr – Eintritt frei in der Stadtbibliothek Ulm.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was ist real – und was Lüge? Kaum eine Frage ist für das Fundament einer Gesellschaft wichtiger. Seit soziale Medien und Künstliche Intelligenz für die Vermittlung von Informationen eine immer zentralere Rolle einnehmen, haben Fake News und Desinformation neue Dimensionen erreicht. Sie beeinflussen Wahlen, untergraben Institutionen wie Wissenschaft, Politik und Medien und können Menschen in die Arme von Extremisten treiben.
Welches Handwerkszeug kann helfen, durchs Dickicht der Fake News zu finden? Und wie gehen Medien mit dem Problem um? Um diese Fragen geht es bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Stadtbibliothek Ulm und der SÜDWEST PRESSE unter dem Titel „Fakt statt Fake – Medienkompetenz und seriöser Journalismus“.
Desinformation im journalistischen Alltag
Die Stadtbibliothek bietet seit Jahren bildungspädagogische Workshops unter anderem für Schulklassen an, um Medienkompetenz und das kritische Hinterfragen von Inhalten zu stärken; bei der Veranstaltung wird sie ihre Ansätze vorstellen, mit denen junge Menschen fit für die neue Medienwelt gemacht werden.

Roland Müller ist Nachrichtenchef in der Zentralredaktion der SÜDWEST PRESSE.
Lars SchwerdtfegerWie der Umgang mit Fake News und Desinformation in der Praxis der Redaktion eines großen Medienhauses aussieht, berichtet im Anschluss Roland Müller, Nachrichtenchef der SÜDWEST PRESSE. Neben medialen Trends und Mechanismen, die es seriösem Journalismus immer schwerer machen, sich gegen Desinformation zu behaupten, geht es dabei auch um psychologische Funktionen von Fake News sowie praktische Beispiele aus dem Redaktionsalltag, in denen Redakteurinnen und Redakteure mit dem Phänomen umgehen müssen – und nicht selten selbst angefeindet werden, weil sie die vermeintliche „Wahrheit“ angeblich verschwiegen. Die Referenten stehen dabei auch für Fragen und den Austausch mit dem Publikum zur Verfügung.
„Mit dieser Veranstaltung möchten wir einen Beitrag zu einer gut informierten Öffentlichkeit und einer lebendigen Demokratie leisten. Die Flut an Nachrichten erfordert heute mehr denn je einen geschulten Blick. Gemeinsam setzen wir uns für Medienkompetenz im Alltag ein, damit Meinungsbildung nicht auf Gerüchten, sondern auf Fakten basiert“, sagt Martin Szlatki, Direktor der Stadtbibliothek.
Die Veranstaltung „Fakt statt Fake“ findet am Donnerstag, 7. Mai, in der Stadtbibliothek Ulm (Glaspyramide) statt. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

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