Enkeltrick in Ulm
: Schockanruf bei Seniorin – Polizei sucht Zeugen

Erneut ist eine Seniorin auf eine weit verbreitete Betrugsmasche hereingefallen. Nach einem fingierten Notruf hob sie Geld ab und übergab es in Ulm an einen Unbekannten.
Von
Stefanie Müller
Ulm/Laupheim
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Seniorin und Telefon: ARCHIV - 06.03.2018, Baden-Württemberg, Mühlacker: Eine Seniorin telefoniert mit ihrem Smartphone. (zu dpa: «Internationaler Kampf gegen Enkeltrick-Betrüger») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Betrüger versuchen immer wieder, mit unterschiedlichen Tricks, vor allem ältere Menschen am Telefon um ihr Geld zu bringen.So geschehen gerade wieder in Laupheim.

Sebastian Gollnow/dpa
  • Seniorin aus Laupheim fällt auf „Schockanruf“-Betrugsmasche herein und verliert Bargeld.
  • Unbekannter täuscht schweren Unfall der Tochter vor und fordert hohe Kaution.
  • Geldübergabe in Ulm an Mann mit dunklem Teint, 40 Jahre, 1,80 m, beigefarben gekleidet.
  • Kriminalpolizei Biberach sucht Zeugen: Hinweise unter 07351/4470.
  • Polizei warnt vor ähnlichen Betrugsmaschen – Prävention schützt vor hohen Verlusten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wieder einmal versuchten Betrüger mit einer bekannten Masche, an das Geld einer Seniorin aus Laupheim zu gelangen: Am Donnerstag (31. August) gegen 16 Uhr erhielt die Frau einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung behauptete ein Unbekannter, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person ums Leben gekommen sei. Um die angeblich in Haft sitzende Tochter gegen Zahlung einer Kaution freizubekommen, forderte der Anrufer eine hohe Geldsumme.

Die Seniorin ließ sich täuschen, ging zu ihrer Bank und hob Bargeld ab. Wie von dem Betrüger angewiesen, fuhr sie anschließend nach Ulm in die Sedanstraße. Dort übergab sie gegen 17.30 Uhr das Geld in einem Briefumschlag an einen bislang unbekannten Mann, der sich daraufhin zu Fuß entfernte.

Vor Betrug schützen

Erst etwa eine Stunde später, wieder zu Hause, bemerkte die Frau, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war und erstattete Anzeige. Die Kriminalpolizei Biberach ermittelt nun in dem Fall und bittet Zeugen um Hinweise (Telefon: 07351/4470). Der Abholer wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, schlank, ca. 1,80 Meter groß, dunkler Teint, kurze braune Haare und leichter Schnauzer. Bekleidet war er mit einem beigen Strickpullover und einer beigen Stoffhose.

Betrüger versuchen immer wieder, mit unterschiedlichen Tricks, vor allem ältere Menschen am Telefon um ihr Geld zu bringen. Oft geben sie sich als Verwandte – Tochter, Sohn oder Enkel – oder auch als angebliche Polizeibeamte oder Rechtsanwälte aus und schildern eine angebliche Notsituation. Häufig ist von einem Unfall die Rede, nach dem ein Familienmitglied dringend operiert werden müsse – die Kosten dafür würden jedoch nur in bar akzeptiert. Diese Vorgehensweise ist auch als „Schockanruf“ bekannt. Daneben kursieren weitere Betrugsmaschen: Falsche Mitarbeiter von Softwarefirmen, angebliche Polizisten oder der sogenannte Enkeltrick sind nur einige Beispiele, wie Kriminelle versuchen, ihre Opfer zur Herausgabe von Bargeld, Wertgegenständen oder Überweisungen zu bewegen.

Oft erkennen die Angerufenen die Betrugsversuche rechtzeitig und lassen sich nicht täuschen – leider gibt es aber immer wieder Fälle, in denen Menschen auf die Masche hereinfallen und hohe Summen verlieren. Die polizeiliche Kriminalprävention informiert regelmäßig darüber, wie man sich vor solchen Betrugsversuchen schützen kann.