Einsatz in Ulmer Unterkunft
: Mann greift schlafende Mitbewohner mit Messer an

In einer Wohnunterkunft am Eselsberg hat ein 38-jähriger am Sonntagabend zwei andere Männer schwer verletzt. Nach Polizeiangaben stach er auf die schlafenden Mitbewohner ein. Die Polizei ermittelt wegen Mordverdachts.
Von
Kerstin Auernhammer
Ulm
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Polizei

Die Polizei ist am Sonntag (05.10.2025) in eine Wohnunterkunft am Eselsberg gerufen worden. EIn Mann hatte zwei schlafende Mitbewohner angegriffen und schwer verletzt.

Marijan Murat/dpa
  • 38-Jähriger greift in Ulmer Unterkunft zwei schlafende Mitbewohner mit Messer an.
  • Opfer (66, Deutscher; 56, Portugiese) schwer verletzt, aber nicht in Lebensgefahr.
  • Tatort: Wohnunterkunft für Geflüchtete am Mähringer Weg, betrieben von der Stadt Ulm.
  • Verdächtiger Iraker (38) festgenommen, Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.
  • Motiv noch unklar, Polizei ermittelt weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehrere Streifen der Polizei sind am Sonntagabend (05.10.2025) in eine Wohnunterkunft am Mähringer Weg ausgerückt. Ein Mann hatte sich telefonisch beim Notruf gemeldet, weil ein Mitbewohner ihn im Schlaf mit einem Messer angegriffen und ihn am Hals verletzt habe. Auch einen Zimmerkollegen soll der Angreifer im Schlaf attackiert haben.

Vor Ort konnte die Polizei wie beschrieben zwei Verletzte feststellen, einen 66 Jahre alten Deutschen und einen 56 Jahre alten Mann mit portugiesischer Staatsbürgerschaft. Beide wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Angreifer ist Iraker und 38 Jahre alt. Er ließ sich widerstandslos in seinem Zimmer festnehmen, so die Polizei.

Verdächtiger sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft

Angaben zum Motiv des Mannes machte die Polizei nicht. Der Verdächtige wurde am Montag am Amtsgericht Ulm vorgeführt. Dieses erließ einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes. Der Angreifer sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt. Staatsanwalt Michael Bischofberger zufolge hat der Verdächtige keine Angaben gemacht: „Deshalb können wir über die Hintergründe im Augenblick nichts sagen.“

Die beiden Opfer seien nicht in Lebensgefahr, es gehe ihnen „den Umständen entsprechend“, so Bischofberger. Die Ermittlungen dauern an.

Am Mähringer Weg sind in einem ehemaligen Kasernengebäude viele Geflüchtete und Asylbewerber untergebracht. Die Unterkunft wird von der Stadt Ulm betrieben.