Drogenfund auf der A7 bei Neu-Ulm: Mutmaßliche Dealer verstecken Kokain im Auto

Das Symbolfoto zeigt beschlagnahmtes Kokain.
Sven Hoppe/dpa70 Gramm Kokain, rund 230 Gramm Marihuana und etwa 100 Gramm Haschisch haben Fahnder der Lindauer Grenzpolizei in der Nacht von Sonntag auf Montag (6./7. Oktober) gefunden, als sie einen 18-jährigen Österreicher an der A7 kontrollierten. Der Beifahrer des Mannes war ein 20-Jähriger mit Wohnsitz in Deutschland.
Die Polizeibeamten hatten das Fahrzeug durchsucht und die Drogen in einem Versteck gefunden. Unter dem Fahrersitz befand sich außerdem eine nicht geladene Schreckschusspistole. Gegen beide Männer leitete die Polizei ein Verfahren wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein. Die Staatsanwaltschaft in Memmingen ordnete die vorläufige Festnahme der beiden Männer an. Die bayerischen Beamten verständigten auch die österreichischen Kollegen, die sich in den Fall einschalteten.
Die Beamten in Deutschland wurden in der Wohnung des 20-jährigen Mannes fündig. Sie stießen dort auf geringere Mengen an Cannabisprodukten und Kokain. Alle Betäubungsmittel und auch das Auto wurden beschlagnahmt.
Der 18-Jährige ist in Haft
Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Kripo Neu-Ulm. Die Polizei führte die beiden Festgenommen am Montag dem Haftrichter vor, da die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen die Männer beantragt hatte. Der Richter setzte den Haftbefehl gegen den 18-jährigen Fahrer in Vollzug, er wurde an eine Haftanstalt überstellt. Der 20-Jährige wurde gegen Auflagen entlassen. Für die Kripo Neu-Ulm gilt es nun, die Daten auf einem Mobiltelefon und weitere digitale Beweismittel auszuwerten.
Ob die zwei Männer schon früher im Zusammenhang mit illegalen Drogen aufgefallen waren, ist nicht bekannt. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wollte sich dazu nicht äußern.
