Donauufer in Ulm
: Sandstrand mit Gastro im Innenstadtbereich?

Das Ulmer Donauufer ist gerade dieser Tage beliebt und belebt. Jetzt bringt die SPD einen Donaustrand mit Gastro ins Gespräch - im Bereich der Innenstadt.
Von
Sven Kaufmann,
Kerstin Auernhammer
Ulm
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Das Donauufer ist beliebt und belebt, die große Neugestaltung liegt auf Eis. Der Ulmer SPD-Chef und OB-Kandidat Martin Ansbacher stellt bei OB Gunter Czisch jetzt einen Antrag, dort einen Strand und eine Gastro zu etablieren.

Matthias Kessler

Cooles Beach-Leben an der Donau, mit Strand und Gastro – und das mitten in Ulm? Die Idee ist nicht neu, umgesetzt wurde sie nie. Jetzt bringt Martin Ansbacher, Fraktionschef der Ulmer SPD und Kandidat für die OB-Wahl, das Thema wieder ins Gespräch.

Antrag der SPD: Ulmer Donauufer mit Strand und Gastro aufwerten

Der 47-jährige Jurist schreibt namens der SPD-Faktion an OB Gunter Czisch einen Antrag mit dem schlagkräftigen Titel: „Donauufer aufwerten!“ Der SPD-Politiker schreibt darin, dass es für das Donauufer im innerstädtischen Bereich unter reger Beteiligung der Ulmer einen Gestaltungswettbewerb gegeben habe, der jedoch aus finanziellen Gründen ausgesetzt worden sei. Deswegen liege das Ufer nun brach und könne nicht weiter belebt werden.

Bis Geld für eine große Neugestaltung zur Verfügung stehe, könne man ja schon das Ufer mit vorübergehenden Maßnahmen aufwerten. Für das Ufer flussabwärts werde derzeit über einen möglichen Strand nachgedacht. Ähnliches sei „niedrigschwellig und mit geringen Finanzmitteln“ auch für den Uferbereich an der Altstadt möglich, schreibt Martin Ansbacher. Und weiter: „Allein ein einfaches gastronomisches Angebot mit Aufenthaltsmöglichkeiten, das auf Zeit vergeben werden könnte, wäre schon eine Bereicherung.“

Martin Ansbacher, Fraktionschef der Ulmer SPD, regt einen Donaustrand im Innenstadtbereich an.

Matthias Kessler

Strand in Ulm: Vorbild Uferbar auf der Neu-Ulmer Seite

Und er verweist auch gleich auf die andere Donauseite nach Neu-Ulm: „Neu-Ulm praktiziert dies wohl bereits seit längerer Zeit mit großem Erfolg.“ Gemeint ist damit wohl das Ufer am Edwin-Scharff-Haus, wo sich die kleine „Uferbar“ des Illertisser Gastronomen Jürgen Pfeiffer großer Beliebtheit erfreut.

OB-Kandidat Ansbacher verweist in diesem Zuge auch gleich noch darauf, dass solch ein Angebot auf der Ulmer Seite zudem „vor allem in den Abendstunden mehr Sicherheit und soziale Kontrolle“ ermöglichen würde. Und außerdem könne gleichzeitig durch eine „klar geregelte Verantwortung dann auch zumindest ein Teil des Müllproblems am Donauufer gelöst werden“.

Wenig Angebote am Ufer der Ulmer Friedrichsau

Der Antrag kommt offenbar zur passenden Zeit: Seit Tagen erleben Ulm und Neu-Ulm einen Traum-Sommer. Wer nachmittags oder abends an der Donau unterwegs ist, erlebt zahlreiche Radler, Jogger und Spaziergänger. Auf den Wiesen liegen Menschen in Badehose oder Bikini, manche hüpfen auch in den Fluss. Allein: Das Angebot an Gastro und Verweilorten ist mager – ein Strand mit Bar würde sicherlich ankommen. Man darf gespannt sein, wie OB Gunter Czisch darauf reagiert.

Der Wunsch nach ein bisschen Beach-Life in Ulm ist nicht neu. Schon vor Jahren hatte es die Idee gegeben, dass Ulm einen Strand an der Donau bekommen solle – geworden ist daraus nie etwas. Auch das Sportgeschäft 58, das nahe des SSV-Bades Boards fürs Stehpaddeln (SUP) verleiht und dort eine kleine Gastro betreibt, hatte bereits vor einem Jahr den Wunsch nach einem Strand geäußert. Jens Gramer von dem Geschäft meinte im Juni 2022: „Eigentlich müsste noch viel mehr los sein auf dem Fluss. Das ist doch in allen anderen Städten, die am Wasser gebaut sind, auch so.“ Auf Höhe des SSV-Bades gehöre ein Donaustrand hin.

Donau mit Strand? Das gab es schon einmal

Als die Ulmer Donau plötzlich einen Strand hatte: Extremes Niedrigwasser vor dem SSV-Gelände im September 2022.

Kerstin Auernhammer

Einen kleinen Vorgeschmack, wie so ein Strand aussehen könnte, gab es im Spätsommer vergangenen Jahres. Damals hatten die SWU die Donau abgesenkt, um die Wehranlage an der Böfinger Halde zu sanieren. Durch das Niedrigwasser entstand vor dem SSV-Gelände an der Donau ein Strand, den viele Spaziergänger bewunderten und einige sogar nutzten, um ihre Zehenspitzen ins Wasser zu stecken.

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