Donaufest Ulm/Neu-Ulm: Yay oder nay? So schmecken Hahnhoden

In Deutschland kein alltägliches Gericht: Hahnhodengulasch. Beim Donaufest kann man die ungarische Spezialität ausprobieren. Wie hat es uns geschmeckt?
Yasmin Nalbantoglu- Donaufest in Ulm/Neu-Ulm bietet eine rare Spezialität: Hahnhodengulasch.
- Verkostung: zart wie durchgekochtes Rind oder Schwein, kein Knorpelgefühl.
- Geschmack mit leichter Hähnchennote; die Füllung wirkt teils mehlig.
- Preis der großen Portion mit Kartoffeln: 17,80 Euro, Pfand abgezogen.
- Tipp für Neulinge – erst eine halbe Portion bestellen, das Gericht hat vor Ort Fans.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Donaufest am Ulmer und Neu-Ulmer Donauufer dauert nur noch bis Sonntag, 12. Juli – wer es noch nicht geschafft hat, alles zu sehen und zu probieren, was die alljährliche Kultveranstaltung zu bieten hat, muss sich also beeilen.
Eine der Kuriositäten des Donaufests, die man sonst nur selten findet, ist an einem Essensstand nahe der Donaubühne zu finden: Hahnhoden, die man in einer Gulaschvariation mit verschiedenen Beilagen verzehren kann – eine richtige ungarische Spezialität!
Doch wie schmeckt das Gericht einer deutschen Zunge, die so etwas nicht gewohnt ist? Wir haben uns nicht geizen lassen und uns zum Test eine große Portion mit einer Beilage an Kartoffeln gegönnt (für 17,80 Euro, Pfand abgezogen).
Wie schmeckt das Ganze?
Wie fällt das Fazit aus? Nun, ungewöhnlich ist schon mal der erste Anblick – solche „gebogenen Bällchen“ hat man normalerweise nicht auf der Gabel. Das eigentlich Besondere ist aber die Konsistenz: Wer eine gewisse „Knorpeligkeit“ erwartet oder gar fürchtet, dass die Hoden beim Kauen „aufplatzen“ könnten, kann beruhigt aufatmen. Wie durchgekochtes Rind- oder Schweinefleisch, das man an anderen Orten im Gulasch findet, sind auch die Hahnhoden zart und leicht zu zerkauen.
Vielleicht auch ein bisschen zu leicht. Denn manchen Feinschmeckern, die beim Essen starken Wert auf das Gefühl im Mund legen, wird das eigentliche Fleisch unter der Haut womöglich etwas zu mehlig sein. Am Geschmack selbst lässt sich aber nicht viel aussetzen: Eine leichte Hähnchennote, garniert mit den restlichen Zutaten des Gulaschs, kann man sich schon gut reinschaufeln.
Am Ende des Tages ist alles Geschmackssache. War es für uns eine verkannte Delikatesse? Nicht unbedingt. War es schlecht? Ganz und gar nicht. Noch während wir am Stand aßen, gingen dort mehrere weitere Hahnhodenteller über die Theke. Es gibt also einen Grund, warum das Gericht schon lange fest zum Donaufest gehört – die kleinen Bällchen haben im Raum Ulm/Neu-Ulm viele Fans.
Dennoch ein kleiner Tipp für alle, die am Donauufer zum ersten Mal Hahnhoden ausprobieren möchten: Vielleicht vorsichtshalber zunächst eine halbe Portion bestellen!
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