Für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft Ulm (DLRG) beginnt am 18. Juli um 6.30 Uhr der Einsatz des Jahres. „Wir werden den Aufbau der Themenschiffe absichern und auf der Donau mit insgesamt 100 Einsatzkräften für Sicherheit sorgen“, sagt DLRG-Pressesprecher Oliver Bernsau. „Vom Alkoholmissbrauch über Schnitt- und Brandwunden bis zu Kreislaufschwierigkeiten und vermissten Personen war in vergangenen Zeiten schon alles dabei.“

Abkühlen, dann abtauchen

„Kennt man das Gewässer nicht, ist generell Vorsicht geboten“, wie der passionierte Wasserretter erklärt. „Man sollte niemals in Gewässer springen, deren Tiefe unbekannt ist. Außerdem kann man nicht wissen, was sich auf dem Grund befindet.“ Vom alten Opel bis zum Einkaufswagen haben die mutigen Wasserretter schon einiges vom Grund gehoben. „Beim Baden im See oder in der Donau sollte man sich unbedingt davor abkühlen, sonst kann eine Ohnmacht drohen.“ Das gilt auch für die zahlreichen Stand-up-Paddler, die jetzt wieder bei strahlendem Donauwetter erhobenen Hauptes unterwegs sind. „In offenen Gewässern gibt es zudem Strömungen, die einen mitreißen können. Auch die unterschiedlichen Temperaturen können zu unschönen Überraschungen führen. In Seen gibt es Sprung-schichten mit kälterer Temperatur. Das kann einen ganz schön erschrecken.“ Hier heißt es: tief durchatmen, um dem plötzlichen Schreck zu entkommen.
Die Donau ist ein sauberes Gewässer, in der sich das Baden lohnt. In früheren Zeiten war das nahezu en vogue. „Auf der relativ kleinen Donau ist sehr viel los, wenn Kajakfahrer, Kanuten, Ruderer, Schlauchboote und Stand-up-Paddler unterwegs sind.“ Schätzungen zufolge sind es etwa 50 Menschen, die sich dann zeitgleich auf der Donau bewegen. Rücksicht nehmen? „Das ist das A und O!“

O du schönes Nabada

Die wilden Nabader sind zurück – Olivers Schätzungen zufolge werden es mehrere Tausende sein. Vom Wikingerschiff bis zum alten Öltank: Die DLRG weiß viele Geschichten zu erzählen. „Es kommt auf das Wetter und die Wassertemperatur an. Mehr als 16 Grad warm wird die Donau meistens nicht. Es empfiehlt sich daher ein Neoprenanzug.“ Die rund 900 Mitglieder starke Wasser-Truppe freut sich auf den Einsatz 2022: „Unsere Jugendgruppe ist sogar mit einem eigenen Themen-Floß dabei.“ Ob es in diesem Jahr wieder zu lustigen Einsätzen kommen wird, wie vor ein paar Jahren, als die DLRG die Dutzend-Mann-starke Besatzung auf einem Baumstamm unter der Eisenbahnbrücke durchrangieren musste? „Das bleibt ungewiss.“ Eines steht fest: Die DLRG ist mit Sicherheit dabei.
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Nabada, olé! Dieses Jahr nehmen die Ulmer Nabader wieder an Fahrt auf. Die DLRG ist natürlich auch am Start.
Nabada, olé! Dieses Jahr nehmen die Ulmer Nabader wieder an Fahrt auf. Die DLRG ist natürlich auch am Start.
© Foto: DLRG