Seit 18 Jahren unterrichtet Marc Kucher angehende DJs. Wie in jeder Schule beginnt es auch hier mit den Grundlagen und dann heißt es üben, üben, üben. „Du wirst nicht von heute auf morgen zum Super-DJ“, sagt Marc lachend. „Erstmal geht es darum, Musik zu verstehen und um die Grundzüge des Ganzen – den Aufbau, die Abläufe und Harmonien.“ Bis ein Schüler soweit ist, gehen einige Wochen und Monate ins Land. Die meisten bleiben zwei bis drei Jahre. Es gibt aber auch welche, die deutlich länger dabei sind. „Manche gehen, nachdem sie das DJing gelernt haben, in den Bereich Producing. Das biete ich ebenfalls an“, erklärt Marc.

Zehn bis Mitte 70

Weit über 1.000 Menschen hat der DJ-Lehrer an den Turntables ausgebildet. Das Altersspektrum seiner Schüler ist dabei überraschend breit. „Meine Schülerinnen und Schüler sind, grob gesagt, zwischen 10 und Mitte 70“, erzählt Marc. „Da sind Zwölfjährige dabei, die sind jetzt schon richtig gut. Gib denen noch zwei, drei Jahre und dann geht’s richtig ab. Einer meiner ehemaligen Schüler ist Mitte 70. Der ist ein unglaublich guter Salsa-DJ.“

Raus in die Welt

Wer in den letzten Jahren in Ulms Nachtleben unterwegs war, hat mit Sicherheit bereits einen von Marcs Schülern am DJ-Pult erlebt. Doch auch über die regionale Szene hinaus sind einige davon aktiv – etwa beim Spring Break Festival in Kroatien, Events in Brasilien oder in Clubs in New York und San Francisco. Von der Hahnengasse in die Welt, sozusagen.
[frizz]