Denkmal-Förderung: Eine halbe Million Euro für den Bauunterhalt des Ulmer Münsters

Das Ulmer Münster ist fast 650 Jahre alt, da gibt es ständig was zu reparieren.
Jason Tschepljakow/dpaEs ist ein Geldsegen, der jedes Jahr willkommen ist: die Denkmalförderung des Landes Baden-Württemberg. Das Ulmer Münster bekommt heuer 540.360 Euro. 500.000 Euro fließen in die geplanten jährlichen Restaurierungsarbeiten des Bauunterhalts, mit diesem Zuschuss rechnet die Bauhütte auch jedes Jahr. Darüber hinaus gibt es weitere 40.360 Euro für die notwendig gewordenen Sicherungsmaßnahmen im Innenraum, die eine Folge der im vergangenen Jahr von der Decke und aus Wandrissen gestürzten Putzstücke sind.
Insgesamt schüttet das Land in der zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms 2024 rund 6,7 Millionen Euro aus für den Erhalt und die Sanierung von 48 Kulturdenkmalen – darunter 18 private Vorhaben, 22 Projekte in Kirchen und acht kommunale Vorhaben. Bedacht werden auch Projekte in Blaubeuren und Laichingen: Die Sanierung der Chorfenster der evangelischen Stadtkirche Blaubeuren wird mit 79.090 Euro unterstützt, die Sanierung des Fachwerks im Weberei- und Heimatmuseum Laichingen mit 80.750 Euro.
Erhalt der Bauwerke ist Respekt vor der Kultur und Geschichte
Die beiden hiesigen Landtagsabgeordneten freuen sich über die Ausschüttung. „Unter der grün-geführten Landesregierung sichern wir, dass unsere historischen Bauwerke dauerhaft in hervorragendem Zustand bleiben“, schreibt Michael Joukov (Grüne) in seiner Mitteilung. „Ihr Erhalt ist ein Ausdruck unseres Respekts vor Kultur und Geschichte. Das Ulmer Münster ist der größte evangelische Kirchenbau Deutschlands und mit einer Höhe von 161,53 Meter beeindruckend.“
„Die vielfältigen Kulturdenkmale im Land prägen unsere Kulturlandschaft und stehen für die reiche Geschichte Baden-Württembergs. Diese soll auch für kommende Generationen erlebbar sein. Dass die Projekte in unserer Region mit insgesamt 700.200 Euro gefördert werden, ist ein super Zeichen“, heißt es von Manuel Hagel (CDU).
Das Denkmalförderprogramm gibt es in Baden-Württemberg seit über 40 Jahren. Mehr als 96.000 Bau- und Kunstdenkmale sowie rund 82.000 archäologische Denkmale haben davon profitiert. Zum Jahreswechsel aber hatte es Irritationen gegeben, als die Landesregierung die halbe Million Euro fürs Ulmer Münster stornieren oder gar streichen wollte. Aber nach Interventionen von verschiedenen Stellen aus Kirche und Politik wurde die Ankündigung nicht umgesetzt.
Finanziert wird das Denkmalförderprogramm aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg bereitgestellt hat. Der überwiegende Anteil des Gelds stammt aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg.

