Brand in Altheim
: Großbrand auf den Märkleshöfen – Wohnhaus und Eventlocation gerettet

In den Märkleshöfen wird eine Scheune ein Raub der Flammen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr verhindert ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude. Landwirte sorgen für das nötige Wasser.
Von
Nico Pannewitz,
Amrei Oellermann,
Ute Gallbronner
Altheim/Alb
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Brand auf dem Märkleshof in Altheim.

Die Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

Amrei Oellermann
  • In Altheim brennt am Freitagmorgen ein Dachstuhl in den Märkleshöfen.
  • Kurz nach 9 Uhr ging der Brandalarm im Alb-Donau-Kreis ein.
  • Mehrere Wehren aus Altheim, Ballendorf, Gerstetten und Langenau sind vor Ort.
  • Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert – weitere Informationen folgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Scheune auf den Märkleshöfen bei Altheim/Alb ist am Freitagvormittag abgebrannt. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung konnte das Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude, vor allem das Wohnhaus und auch die Eventlocation, verhindert werden. Keine Selbstverständlichkeit, denn „bei unserem Eintreffen stand die Scheune im Vollbrand“, berichtet Michael Schmid, Kommandant der Feuerwehr Ballendorf, der als erster Zugführer am Einsatzort eintraf.

Unter der Einsatzleitung von Altheims Kommandant Stephen Kölle und mit vereinten Kräften gelang es den Feuerwehren Altheim, Ballendorf und Börslingen bereits in den ersten Minuten, die richtigen Weichen zu stellen. Mit einer sogenannten Riegelstellung und viel Wasser schirmten sie die angrenzende Bebauung von Flammen, Hitze und Funkenflug ab. „Wir haben uns darauf konzentriert, zu retten, was zu retten war“, sagt Schmid. Der Mittelbau, also die betroffene Scheune, sei bereits verloren gewesen. Weil das betroffene Anwesen recht dicht bebaut ist, sei insbesondere in der Anfangsphase die Gefahr eines Übergreifens der Flammen groß gewesen.

Um 9.03 Uhr war der Alarm bei der Feuerwehr eingegangen. Aufgrund der Meldung der Hofbesitzer hatte die Integrierte Leitstelle in Ulm das Geschehen von Anfang an als Großbrand eingestuft. In der Folge machte sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Weg – neben den Feuerwehren aus dem unmittelbaren Umland rückten die Feuerwehren Gerstetten und Langenau mit Drehleitern und Löschfahrzeugen aus; aus Blaustein kam der große Abrollbehälter, in dem bei Lagen dieser Dimension die Einsatzleitung untergebracht ist. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte und 23 Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

Ein Mann verletzt sich bei Löschversuchen

Die Rauchsäule war schon von weitem zu sehen. Familienmitglieder und Mitarbeiter des betroffenen Hofes hatten bis zum Eintreffen der Feuerwehren bereits mit Löscharbeiten begonnen. Sie konnten eine Ausbreitung des Feuers am Ende aber nicht verhindern. Immerhin gelang es der Landwirtsfamilie, mehrere Fahrzeuge aus der Scheune vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Ein Mann wurde bei den Löschversuchen durch Rauchgase verletzt und erlitt zudem einen Schock. Rettungsdienst und Notfallseelsorger kümmerten sich um ihn. Der Ulmer Rettungshubschrauber „Christoph 22“, der den bei Großbränden standardmäßig alarmierten Notarzt zur Einsatzstelle brachte, wurde glücklicherweise nicht gebraucht.

  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Der Dachstuhl der Scheune stand bereits in Vollbrand, als die Feuerwehr ankam.

    Ralf Zwiebler
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Ralf Zwiebler
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Von zwei Drehleitern aus wurde gelöscht.

    Ralf Zwiebler
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Von zwei Drehleitern aus, eine aus Gerstetten, eine aus Langenau, wurde gelöscht.

    Ralf Zwiebler
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Ein Großaufgebot der Feuerwehren und Rettungsdiensten war vor Ort.

    Ralf Zwiebler
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Christoph 22 brachte den Notarzt, wurde ansonsten aber glücklicherweise nicht gebraucht.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Die angrenzenden Gebäude wurden geschützt.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Die verschiedenen Rettungskräfte arbeiteten Hand in Hand reibungslos zusammen.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Der Dachstuhl musste vom THW eingerissen werden.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Landwirte stellten die Wasserversorgung sicher, vor allem zu Beginn.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Amrei Oellermann
  • Eine Scheune in den Märkleshöfen bei Altheim wurde ein Opfer der Flammen.

    Die Einsatzleitung war im Abrollbehälter der Feuerwehr Blaustein untergebracht.

    Amrei Oellermann
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In der Anfangsphase war das Löschwasser knapp. Die Feuerwehr Altheim war aber vorbereitet – in mehrfacher Hinsicht. Den ganzen Sommer über halten zwei Landwirte, die selbst bei der Feuerwehr aktiv sind, insgesamt 20.000 Liter Löschwasser in zwei Fässern bereit. Eigentlich als Vorsorge für eventuelle Vegetationsbrände. Als die Meldung vom Großbrand bei ihnen einging, hängten sie die Fässer an und machten sich umgehend damit auf den Weg an die Einsatzstelle. Sechs weitere Landwirte aus dem Ort und den Nachbargemeinden unterstützten ebenfalls mit Wasserfässern. „Die ganze Maschinerie ist hervorragend angelaufen“, lobt Stephen Kölle. Es habe weniger Worte bedurft, ein Rädchen habe ins andere gegriffen, jeder habe gewusst, was zu tun war.

Mehr Löschwasser dank schneller Absprache

Auch Bürgermeister Benjamin Braun reagierte schnell. Er wurde angesichts des Großbrands mit der Feuerwehr alarmiert und fuhr sofort zum Ort des Geschehens, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Seine Aufgabe liege darin, im Hintergrund zu helfen, sagt er: „Wir haben alles mobilisiert, was wir mobilisieren konnten.“ So versorgte der örtliche Getränkemarkt die Einsatzkräfte ebenso wie die Metzgerei, die sich um ein Vesper kümmerte. Denn der Einsatz unter Atemschutz ist Schwerstarbeit.

Braun stellte aber auch Weichen, die im weiteren Verlauf zu einer deutlichen Verbesserung der Löschwasserversorgung führten. „Ich habe in Absprache mit der Feuerwehr Kontakt mit dem Zweckverband Wasserversorgung Ostalb aufgenommen“, erzählt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Dieser habe dann nicht nur den Wasserdruck im Netz erhöht, sondern zudem den Hochbehälter bei Börslingen abgeschiebert, sodass dieser nicht mehr fortlaufend nachgefüllt wurde. Damit stand den Feuerwehren mehr Wasser mit höherem Druck zur Verfügung.

Eine Entscheidung, die Braun auch ein Lob des diensthabenden Kreisbrandmeisters Oliver Burget einbrachte, der die Einsatzleitung unterstützte: „Eine gute Maßnahme“, befand er. Sicherheitshalber wurde trotzdem eine zusätzliche Schlauchleitung bis ins gut zwei Kilometer entfernte Börslingen verlegt, um im Bedarfsfall noch mehr Löschwasser zu haben.

Wohl Schweißarbeiten als Brandursache

Innerhalb kurzer Zeit hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch über Stunden. Hierbei halfen die Drohnenstaffel Alb-Donau-Kreis, die mit Wärmebildern aus der Vogelperspektive die verbliebenen Glutnester sichtbar machte, und das Technische Hilfswerk mit schwerem Gerät. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei führten Schweißarbeiten an einem Fahrzeug zu dem Brand. Die Beamten schätzen die Schadenshöhe auf mehrere hundertausend Euro.

Die Märkleshöfe gehören zur Gemeinde Altheim/Alb und liegen zwischen Söglingen und Börslingen in weitgehender Alleinlage. Bekannt geworden sind sie vor allem wegen des dortigen Eisautomaten. Das Café gilt als beliebte Anlaufstelle für Ausflügler und auch die Eventlocation wird gerne gebucht.

Der letzte Brand dieser Dimension in Altheim/Alb liegt Jahrzehnte zurück. 2022 war die Feuerwehr aber bei einem Großeinsatz gefordert gewesen, nachdem ein Kleinflugzeug im Wald beim Teilort Zähringen abstürzte.