Vor einem Vierteljahr hat Cordula Baier als künstlerische Leiterin des Ulmer Zelts begonnen. Sie folgte auf Jan Ilg, der jetzt die Popbastion führt.
In der regionalen Kulturszene ist die 49-jährige gebürtige Augsburgerin ein Begriff, hat sie doch 15 Jahre lang den Zehntstadel in Leipheim geleitet. Die diplomierte Kulturwissenschaftlerin absolvierte ein interdisziplinäres Studium, das unter anderem auch Kulturmanagement berücksichtigt und künstlerische Praxis etwa in Musik und Medien. Baier hat drei Söhne und einen Hund. Sie mag Jazz und zeitgenössischen Funk & Soul. Außerdem spielt sie Klavier,  „alles Mögliche an Flöten“ – und leidenschaftlich Tennis. Und sie freut sich schon darauf, ihr Büro auf dem Zeltgelände in der Friedrichsau zu beziehen –  einen alten Zirkuswagen. Hier ihr O-Ton auf drei Fragen:

1. Wie hat die von Corona verordnete Kultur-Pause auf Sie
gewirkt?

Cordula Baier: Mir hat die Kultur wirklich gefehlt.  Sie lebt einfach vom unmittelbaren Live-Erlebnis. Künstler und Publikum inspirieren sich gegenseitig enorm. Ich glaube, dass die gemeinsame Euphorie nicht ersetzbar ist. Auch die Begegnung der Besucher hinterher.

2.Wie läuft’s bisher bei der
Arbeit?
Es läuft prima. Mir macht der Job großen Spaß, das Zelt-Team ist besonders engagiert und steckt mit seiner Begeisterung an. Ich freue mich auf das, was auf mich zukommt.

3.Auf welche Zelt-Auftritte freuen Sie sich besonders?

Da fällt die Wahl schwer. Snarky Puppy mit Fusionjazzrock, der HipHop von Fatoni sowie Ulan & Bator.  Auch mein Herz-Projekt, die Ethno-Jazzband Leléka, gehört dazu. Deren Sängerin kommt aus der Ukraine. Fünf Euro pro Ticket spenden wir deshalb an die Ukraine-Hilfe.