Campingurlaub 2023
: Camping-Boom hält an – Das sind die günstigen Alternativen zum klassischen Campingplatz

Camping ist beliebt wie nie. Allerdings will nicht jeder mit dem Wohnmobil einen klassischen Campingplatz ansteuern. Mittlerweile haben sich alternative Stellplätze etabliert.
Von
Uwe Keuerleber
Ulm
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Wohnmobilstellplätze auf dem Gelände eines Weinguts im Rheingau.

Helmut Fricke

Die Campingplatzbetreiber können sich freuen. Der weiterhin anhaltende Camping-Boom beschert wieder gute Buchungszahlen. Wenn das Wetter mitspiele, dürfte die Saison gut bis sehr gut werden und der Rekord von rund 40 Millionen Übernachtungen aus dem vergangenen Jahr mindestens gehalten werden, sagte Christian Günther, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD), der Deutschen Presse-Agentur. Für die kommenden Jahre rechnet er mit einer noch weiter steigenden Nachfrage.

Rechtzeitig einen Campingplatz buchen

Auch wenn die meisten Campingplätze teilweise schon ausgebucht sind, lohnt es sich trotzdem, sich vorab nach freien Plätzen zu informieren. Von spontanen Campingreisen ist abzuraten. Wer sich nicht nur auf ein Urlaubsziel festgelegt hat und sich ein wenig flexibel zeigt, hat gute Chancen, einen Platz zu ergattern.

Neben den herkömmlichen Stellplätzen gibt es auch alternative Angebote, beispielsweise am Weingut, auf dem Bauernhof oder einfach auf einer Obstwiese. Solche Plätze etablieren sich immer mehr. Microcamping ist ein Trend, wird auch hierzulande immer beliebter – auch weil es oft günstiger ist. Denn die Inflation geht auch an der Campingwirtschaft nicht vorüber und dürfte sich mit Preissteigerungen um zehn Prozent niederschlagen, sagt Christian Günther.

So funktioniert Microcamping

Die Idee: Gegen ein kleines Entgelt können Camper mit dem Wohnmobil auf dem Grundstück von Privatleuten stehen. Dabei gibt es tolle Stellplätze zu entdecken: Urige Bauernhöfe, Weingüter, oder auch die Wiese im versteckten Garten nebenan. Viele Anbieter von Microcamping-Stellplätzen befinden sich in strukturschwachen Regionen, in denen es nicht gerade viele Verdienstmöglichkeiten gibt. Mit einer Übernachtung an diesen Orten leistet man also einen direkten Beitrag zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Dank Internet ist es heutzutage kein Problem, einen Microcamping-Stellplatz zu finden. Auf entsprechenden Portalen private Anbieter ihre Stellplätze, meist mit einer kurzen Beschreibung und den Kosten für eine Nacht.

Wildcamping in Deutschland verboten

Wer jedoch keinen Campingplatz ergattern konnte, und überlegt, sein Wohnmobil einfach irgendwo in der freien Natur abzustellen und wild zu campen, wird recht schnell Probleme bekommen, denn wildes Campen ist in Deutschland verboten. Wer erwischt wird, dem drohen saftige Bußgelder.