Camping 2025: Start in die Campingsaison – worauf Sie unbedingt achten sollten

Bevor es so richtig entspannt in den Campingurlaub geht, sollte das Fahrzeug nach der Winterpause wieder fit gemacht werden.
Hauke-Christian Dittrich/dpa- Frühling: Camper starten in Saison, Wohnmobil muss fit gemacht werden.
- Technik-Check: Batterie, Öl, Kühlwasser, Bremsen, Licht, Reifen prüfen.
- Neue Regelung: Flüssiggasanlagen bis Juni 2025 geprüft werden.
- Reinigung: Innen- und Außenreinigung notwendig, Unterboden besonders wichtig.
- Beladen: Gewicht gleichmäßig verteilen, maximale Zuladung beachten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Lange genug stand das Wohnmobil oder der Wohnwagen die Wintermonate über in der Garage oder in irgendeinem Unterstellplatz. Endlich wird es Zeit, es auf die neue Saison vorzubereiten. Bevor es auf die Straße geht, gibt es aber einiges zu beachten. Das Wichtigste haben wir hier zusammengefasst.
Der Technik-Check
War die Batterie die Wintermonate ausgebaut und nicht an ein Ladungserhaltungsgerät angeschlossen, sollte man nicht vergessen, diese wieder aufzuladen. Auch Füllstände von Motoröl und Kühlwasser müssen kontrolliert werden, um einem Motorschaden vorzubeugen. Überprüfen sie die Bremsen, sind sie noch voll funktionstüchtig und noch genügend Bremsflüssigkeit in den Schläuchen? Funktionieren Blinker, Licht und Hupe? Wie sieht es mit der Klimaanlage, der Lüftung und der Heizung aus? Haben die Reifen noch genug Druck und passt es noch mit der Profiltiefe? Am besten auch gleich den Reservereifen checken.
Neue Regelung bei Gasprüfung
Wer ein Wohnmobil oder Wohnwagen hat, muss eine neue Regelung berücksichtigen, wie die Prüforganisation Dekra informiert. Bis zum 19. Juni 2025 müssen Halter von Wohnmobilen und Wohnwagen zwingend eine Prüfung der Flüssiggasanlage vorweisen können – und alle zwei Jahre wiederholen. Zwar galt diese Prüfpflicht nach Paragraf 60 Abs.1 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) bereits seit Juni 2024 – eine einjährige Übergangsfrist für „G607-Prüfungen“ läuft aber zum genannten Termin Mitte Juni 2025 ab.
Davon betroffen sind laut Dekra Anlagen für Flüssiggas, die in Freizeitfahrzeugen zum Heizen, Kochen oder Kühlen genutzt werden. Bereits durchgeführte Gasprüfungen nach „Arbeitsblatt DVGW G 607“ bleiben den Angaben zufolge aber weiterhin gültig. Wer also noch eine gültige hat, muss erst mal nichts tun.
Rechtzeitig an Prüftermin denken
Wer aber noch keine Gasprüfung für Wohnmobil oder Wohnanhänger gemacht hat, sollte sich am besten frühzeitig einen Prüftermin besorgen. Dekra rechnet ansonsten zu Beginn der Urlaubssaison mit Engpässen. Die Gasprüfung können anerkannte Sachkundige wie etwa unabhängige Prüfer oder Prüforganisationen durchführen. Die Kosten für die etwa 20 bis 45 Minuten lange Untersuchung liegen laut ADAC in der Regel zwischen 40 und 80 Euro. Es handelt sich bei der unabhängig von der Hauptuntersuchung (HU) zu absolvierenden Prüfung um eine Sicht-, Funktions- und Dichtheitsprüfung.
Nötig wird die Prüfung in drei Fällen:
vor der erstmaligen Inbetriebnahme
vor einer Wiederinbetriebnahme nach prüfpflichtigen Änderungen
immer in einem Abstand von je 2 Jahren zur vorausgegangenen Prüfung
Bei Verstößen gegen die Pflicht zur Prüfung drohen Bußgelder in Höhe von 15 Euro (mehr als 2 bis zu 4 Monate Überzug), 25 Euro (mehr als 4 bis zu 8 Monate) oder 60 Euro (mehr als 8 Monate). Zudem müssen Camper laut TÜV Süd damit rechnen, dass sie beim Fehlen einer gültigen Bescheinigung auf vielen Campingplätzen abgewiesen werden. Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hält es für sinnvoll, die Gasanlagen regelmäßig überprüfen zu lassen – ob eine gültige Gasprüfung nach einem Brand oder Unfall als Nachweis erforderlich ist, hängt stets vom Einzelfall und der Unfallschwere ab, so eine GDV-Sprecherin.

Neue Regelung für Wohnmobil und Wohnwagen: Flüssiggasanlagen müssen bis Juni 2025 geprüft werden.
Patrick Pleul/dpaReinigen des Wohnmobils
Außenreinigung
Wie intensiv die Außenreinigung ist, hängt davon ab, wo das Fahrzeug den Winter über verbracht hat. Im Grunde reicht ein Hochdruckreiniger und ein sanftes Spülmittel. Es gibt auch im Handel spezielle Caravan-Reiniger. Wichtig bei der Außenreinigung ist der Unterboden und die Radkästen, gerade hier sammelt sich besonders viel Schmutz. Es besteht die Gefahr, dass das Material aufgrund der Feuchte brüchig werden kann.
Der perfekte Plan für die Innenreinigung
Beginnen Sie mit einer ausgiebigen Lüftung, um abgestandene Luft und Feuchtigkeit zu vertreiben. Öffnen Sie alle Fenster und Türen, um einen frischen Luftstrom zu ermöglichen. Nutzen Sie einen Staubsauger, um Polsterbezüge, Teppiche und Matratzen gründlich zu reinigen. Dies entfernt nicht nur Staub, sondern auch Allergene, die sich über die Zeit angesammelt haben. Zu guter Letzt sollte man noch nach dem Kühlschrank, dem Warmwasserboiler und der Heizung schauen. Um Bakterienbildung zu verhindern, sollten Wassertanks und -leitungen gereinigt werden.
Richtig beladen
Der letzte Akt, bevor es endlich losgeht, das Fahrzeug richtig beladen. Wer schön länger campt, weiß, worauf zu achten ist. Trotzdem sei es nochmal erwähnt. Schwere Sachen gehören nach unten. Das Gewicht sollte gleichmäßig verteilt sein und die maximale Zuladung nicht überschritten. Falsch gesicherte Ladung birgt nicht nur ein erhöhtes Verletzungsrisiko, sondern kann auch ein erhebliches Bußgeld nach sich ziehen. Wichtig ist auch, dass man auf das zulässige Gesamtgewicht achtet.

