Busfahren in Ulm
: Notfallfahrplan ab Ende Mai bei Bussen der SWU – Diese Linien sind betroffen

Die Stadtwerke werden auf einigen Bus-Linien Fahrten streichen. Welche betroffen sind und warum die SWU Schwierigkeiten hat, Fahrer zu finden.
Von
Simone Dürmuth
Ulm
Jetzt in der App anhören

Der Fahrplan der SWU wird ausgedünnt.

Lars Schwerdtfeger

Weil es zu wenige Fahrer gibt, werden die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) ihr Angebot ab dem 27. Mai einschränken. Der Notfallfahrplan wird voraussichtlich bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 gelten.

Busse in Ulm fallen aus: Diese Linien sind betroffen

Linie 5: im täglichen Spät- und im Wochenendfrühverkehr entfallen die Fahrten zwischen Hauptbahnhof und Wiley (alle Fahrten, die mit der Linie 6 verknüpft sind)

  • Linie 6: samstags nur noch alle 30 Minuten und nur noch zwischen Eselsberg Hasenkopf und Hauptbahnhof
  • Linie 7: Montag bis Freitag entfällt die Fahrt um 15.53 Uhr ab Jungingen zum Ehinger Tor
  • Linie 8: Montag bis Freitag entfällt die erste Fahrt morgens um 5.05 Uhr ab Eselsberg Hasenkopf nach Grimmelfingen
  • Linie 11: Streichung der Zusatzfahrten an Samstagen (somit wieder ganztägig 60-Minuten-Takt)
  • Linie 13: Montag bis Freitag zwischen ca. 19 und 21 Uhr nur noch alle 60 statt 30 Minuten
  • Linie 16: verkehrt nur noch an Schultagen (als Linie E)
  • Linie 17: alle Fahrten entfallen, auch die Schülerfahrt der Linie E um 12.59 Uhr ab Wiblingen Schulzentrum
  • Linie E: Zusatzfahrten für die Linie 11 entfallen bis auf die Verstärkerfahrt um 13.11 Uhr ab ZOB Ost. Die Fahrt 13.17 Uhr ab ZOB Ost nach Dellmensingen beginnt erst am Ehinger Tor. Die Fahrt 13.10 Uhr ab Kuhberg endet schon am Ehinger Tor statt am ZOB Ost

Derzeit würden die letzten Details des Fahrplans noch abgestimmt, schreiben die SWU in einer Pressemitteilung. Auf swu.de sollen rechtzeitig die neuen Linien- und Haltestellenfahrpläne veröffentlicht werden.

Ausfall bei Bussen in Ulm: Zu wenige Fahrerinnen und Fahrer

Grund für die Veränderung ist, dass es derzeit zu wenige Fahrerinnen und Fahrer für Bus und Bahn gibt. Laut einer Sitzungsvorlage – der Gemeinderat der Stadt Ulm musste dem Fahrplanwechsel zustimmen – liegt das daran, dass die Kosten für den Busführerschein mit mehr als 10 000 Euro sehr hoch sind und von den Fahrern selbst getragen werden müssen. Außerdem bezahlen andere Wettbewerber ihren Fahrern und Fahrerinnen mehr. Die SWU sind an ihren Haustarif gebunden. Dazu komme noch ein „außerordentlich hoher Krankenstand“.

Die Veränderungen im Fahrplan sollen laut Sitzungsvorlage acht bis neun Personen einsparen.

SWU startet Kampagne für mehr Busfahrer

Dazu erklärt Ralf Gummersbach, Geschäftsführer der SWU Verkehr: „Wir bedauern, dass wir aufgrund von Personalmangel unser Fahrtangebot anpassen müssen. Derzeit bemühen wir uns intensiv, neue Fahrerinnen und Fahrer anzuwerben. Eine umfassende Recruiting-Kampagne befindet sich gegenwärtig in Vorbereitung. Bis sich die Lage jedoch entspannt, müssen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Kapazitäten auskommen. Wir unternehmen alle Anstrengungen, um unseren Fahrgästen einen zuverlässigen und sicheren Transport zu bieten. Unser Personal arbeitet unermüdlich daran, den Betrieb so reibungslos wie möglich zu gestalten. Wir werden weiterhin alle verfügbaren Ressourcen einsetzen, um die Auswirkungen auf unsere Fahrgäste zu minimieren.“