Bundeswehr unterwegs bei Dornstadt
: Wer zur Übung „Blauer Hermes“ so alles anrollt

Die Bundeswehr hat eine große Übung von 15. bis 18. Oktober bei Dornstadt und Stetten am kalten Markt angekündigt. Was das für die Verkehrsteilnehmer auf den Straßen bedeutet.
Von
Karin Mitschang
Dornstadt
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Symbolbild Bundeswehrübung: ARCHIV - 21.03.2025, Niedersachsen, Hannover: Ein Kolonne mit Fahrzeugen der Bundeswehr und schwer bewaffneten Soldaten fährt über die Autobahn A2 im Norden von Hannover.  (zu dpa: «Großübung: Militärkolonnen rollen durch Hessen und Thüringen») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Kolonne mit Fahrzeugen der Bundeswehr unterwegs zu einer Großübung (Symbolbild).

Julian Stratenschulte/dpa
  • Bundeswehr übt „Blauer Hermes“ vom 15. bis 18. Oktober 2026 bei Dornstadt und Stetten.
  • Beteiligt sind ca. 120 Soldaten mit 61 geschützten und ungeschützten Radfahrzeugen.
  • Geübt werden Aufbau und Versorgung durch Bataillonsversorgungspunkt sowie Sanitätsunterstützung.
  • Verkehr kann kurzzeitig beeinträchtigt sein – Kolonnen gelten als ein Fahrzeug im Straßenverkehr.
  • Manövermunition nur in nicht öffentlichen Bereichen, Gefahr für Bevölkerung laut Bundeswehr ausgeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Zeitraum vom 15. Oktober bis zum 18. Oktober 2026 führen Teile des Sanitätsregiments 3 aus Dornstadt die Übung „Blauer Hermes“ durch. Bei der „freilaufenden Übung“ werden Fähigkeiten im Bereich des Aufbaus und der Versorgung durch einen Bataillonsversorgungspunkt und der Sanitätsunterstützung trainiert, heißt es in einer Pressemitteilung. „Freilaufend“ bedeutet hierbei, dass die Übung flexibel im echten Gelände und nicht starr nach einem festen Drehbuch abläuft. Ein „Bataillonsversorgungspunkt“ ist eine mobile Unfall- und Medizinstation direkt im „Einsatzraum“, die Verletzte versorgt und für den Abtransport vorbereitet.

Insgesamt beteiligen sich ca. 120 Soldatinnen und Soldaten mit 61 geschützten und ungeschützten Radfahrzeugen an der Übung. Erklärung: Von Dornstadt aus werden Transporte, Bergungen und Lageeinspielungen durchgeführt. Zentrum der Übung sind sowohl Dornstadt als auch Stetten am kalten Markt, wo bekanntlich ebenfalls ein großer Truppenübungsplatz der Bundeswehr auf der Schwäbischen Alb ist.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Ballungsräume von militärischen Kräften werden nur auf Standort- und Truppenübungsplätzen durchgeführt, heißt es in der Mitteilung weiter. Das bedeutet, dass sich größere Ansammlungen von Soldaten und Fahrzeugen ausschließlich auf militärischem Gelände und nicht mitten in Wohngebieten konzentrieren. Die Beeinträchtigung des Straßenverkehrs werde geringgehalten, sei aber zeitweise nicht zu vermeiden. Militärische Kolonnen gelten im Straßenverkehr rechtlich als ein einziges zusammenhängendes Fahrzeug. Wenn das erste Fahrzeug bei Grün über eine Ampel fährt, dürfen alle folgenden Fahrzeuge der Kolonne ebenfalls folgen, auch wenn die Ampel inzwischen auf Rot springt.

Verkehrsteilnehmende werden gebeten, besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen, ausreichenden Abstand zu den Kolonnen zu halten und aus Sicherheitsgründen nicht zwischen die Fahrzeuge zu fahren. Die übende Truppe ist mit Manövermunition, also „Platzpatronen“, in ihren Handwaffen (Maschinengewehr, Gewehr und Pistole) ausgestattet. Der Einsatz von Pyrotechnik und Manövermunition ist auf nicht öffentlich zugängliche Bereiche begrenzt, sodass eine Gefährdung für die Bevölkerung ausgeschlossen werden kann, informiert die Bundeswehr.

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Weitere Begriffe erklärt

Ein Regimentsverband ist eine größere militärische Einheit. Das Sanitätsregiment ist für die medizinische Versorgung von verletzten Soldatinnen und Soldaten zuständig. Mit „geschützten Fahrzeugen“ sind gepanzerte Militärtransporter gemeint, die Insassen vor Minen oder Beschuss schützen; „ungeschützte Fahrzeuge“ sind normale, ungepanzerte Lastwagen oder Jeeps. „Bergungen“ bezeichnet das Abschleppen oder Bergen von liegengebliebenen Fahrzeugen. Unter „Lageeinspielungen“ versteht man künstlich erzeugte Übungsszenarien (zum Beispiel einen simulierten Unfall oder Ausfall von Geräten), auf die die Truppe reagieren muss.