Brutzeit im Lonetal
: Mäusebussarde attackieren Jogger und Spaziergänger

Die Greifvögel am Lonetalradweg schützen ihre Brut vor möglicher Gefahr. Wer dort vorbeikommt, sollte aufpassen, warnt die Gemeinde Westerstetten.
Von
Amelie Schröer
Beimerstetten
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Mäusebussard

Mäusebussarde sind im Normalfall ungefährlich.

Thomas Warnack/dpa
  • Mäusebussarde greifen am Lonetalradweg Jogger und Spaziergänger aus Brutschutz an.
  • Betroffen ist der Bereich an der Grenze Westerstetten/Breitingen auf Höhe Brückle/Eule.
  • Gemeinde warnt: Dort vorsichtig bewegen – schnelle Läufer gelten den Vögeln als Bedrohung.
  • Laut LBV sind Bussarde sonst ungefährlich, Angriffe dienen nur der Brutverteidigung.
  • Dauer voraussichtlich noch drei bis vier Wochen, Umsiedlung oder Vergrämung ist nicht geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Spaziergänger und Jogger im Lonetal leben derzeit gefährlich. Dabei droht ihnen Gefahr weder von vorn noch von hinten, sondern von oben. Denn wie die Gemeinde Westerstetten mitteilt, nimmt ein Mäusebussardpärchen seine Aufsichtspflicht derzeit besonders ernst und verteidigt seine Brut vor möglichen Feinden. Am Lonetalradweg an der Gemarkungsgrenze zwischen Westerstetten/Breitingen auf Höhe Brückle/Eule kommt es deshalb dieser Tage immer wieder vor, dass Jogger und Spaziergänger angegriffen werden.

Eigentlich sind Mäusebussarde ungefährlich, heißt es vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Demnach greifen die Tiere den Menschen eigentlich nur aus Fürsorge für ihre Brut an. Als Bedrohung angesehen werden schneller bewegte Objekte, vor allem Jogger, seltener auch Fahrradfahrer oder Spaziergänger. Zur Brutzeit baut der Bussard, der sonst gerne von Zaunpfählen oder Telefonmasten Ausschau hält, seine Nester gerne auf hohen Bäumen, teilt der NABU mit.

Keine Umsiedlung geplant

„Die Situation wird voraussichtlich noch etwa drei bis vier Wochen andauern“, heißt es auf der Webseite der Gemeinde und in den sozialen Medien. Danach verlassen die Jungvögel das Nest. Bis dahin weist die Gemeinde darauf hin, in diesem Bereich besonders vorsichtig unterwegs zu sein. „Das Lonetal ist Natur – und wir teilen diesen Lebensraum mit seinen Bewohnern.“ Eine Umsiedlung der Tiere oder Vergrämungsaktion sei nicht geplant.