Brand in Amstetten
: Ein Toter in ehemaligem Gasthof – Gebäude einsturzgefährdet

Beim Feuer in Hofstett-Emerbuch kam ein 58-Jähriger ums Leben. Bei dem Großeinsatz wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Die Polizei äußert auch erste Erkenntnisse zur Brandursache.
Von
Laura Mensch,
Daniel Wydra
Hofstett-Emerbuch
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Am Mittwoch (09.10.2024) kam es in Armstedt zu einem Wohnhausbrand, der einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste. Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Zudem wurden drei Rettungswagen und ein Notarzt hinzugezogen, um mögliche Verletzte zu versorgen. Auch das Technische Hilfswerk (THW) ist eingetroffen und unterstützt die Löscharbeiten. Zwei Feuerwehrmänner erlitten während des Einsatzes Rauchgasvergiftungen und mussten medizinisch versorgt werden. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an. Über die Ursache des Feuers und das Ausmaß der Schäden gibt es bislang keine weiteren Informationen. Foto: NEWS5 / Simon Zeiher Weitere Informationen... https://www.news5.de/news/news/read/33177

Großeinsatz an einem ehemaligen Gasthof in Hofstett-Emerbuch: Im Gebäude fanden Feuerwehrleute eine Leiche.

Simon Zeiher/NEWS5

Beim Brand des ehemaligen Gasthofs Löwen in Hofstett-Emerbuch (Ortsteil von Amstetten) ist ein Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Einsatzkräfte am Mittwochnachmittag (9.10.) gegen 16.45 Uhr von Anwohnern über das Feuer informiert. Die Leiche sei in der Nacht zu Donnerstag geborgen worden. Dabei soll es sich laut Polizei um einen 58-Jährigen handeln, der mit Zustimmung des Besitzers zeitweise in dem ehemaligen Gasthof übernachtet habe. Weitere Personen befanden sich nicht im Gebäude.

Die Kriminalpolizei Ulm nahm die Ermittlungen auf. Den ersten Erkenntnissen zufolge dürfte der Brand wohl durch den Bewohner selbst verschuldet worden sein. Hinweise auf ein Fremdeinwirken liegen laut Polizei nicht vor.

Der Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt. Nach dem Brand ist das Gebäude einsturzgefährdet, deswegen ist die Feuerwehr auch am Donnerstag im Einsatz. Außer Polizei und Feuerwehr, die mit 110 Einsatzkräften und zahlreichen Fahrzeugen ausrückte, war auch das Technische Hilfswerk (THW) am Brandort.

Gefährlicher Einsatz wegen Einsturzgefahr

Die Feuerwehr habe zunächst versucht, von außen mit einer Drehleiter und Drohnen Einblick in das Gebäude zu erlangen – das sei aufgrund der Dunkelheit allerdings nicht erfolgreich gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Dennoch wurde die Leiche gegen 20 Uhr gefunden und etwa dreieinhalb Stunden später geborgen. Es sei aber weiterhin lebensgefährlich, den ehemaligen Gasthof zu betreten. Die Statik des Gebäudes müsse noch überprüft werden.

Zwei Feuerwehrleute verletzt, elf Tiere gerettet

Zwei Feuerwehrleute sind im Einsatz verletzt worden. Sie mussten wegen Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt werden. Außerdem retteten die Einsatzkräfte vier Pferde und sieben Ziegen von dem Anwesen. Die Schwäbische Zeitung berichtet, dass acht Bewohner eines Nachbarhauses evakuiert werden mussten. Das konnte der Polizeisprecher jedoch nicht bestätigen. Was den Brand verursacht hat und wie hoch der Sachschaden ist, muss noch ermittelt werden.

Anwohner brachten den Feuerwehrleuten während des Einsatzes offenbar Essen vorbei. Die Freiwillige Feuerwehr Amstetten bedankte sich auf ihrer Facebook-Seite bei der örtlichen Metzgerei Nagel. Und die Schwäbische Zeitung schreibt, dass Anwohner Getränke und vier große Pizzen vorbeibrachten.