Botanischer Garten Ulm
: Von wegen uninteressant: Die Bohne steht im Mittelpunkt

Bei der Woche der Botanischen Garten in Deutschland macht natürlich auch der Garten der Uni Ulm mit. Am Sonntag wird gefeiert und die Ausstellung rund um Hülsenfrüchte wird eröffnet. Das Programm.
Von
Ulrike Schleicher
Ulm
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Von links nach rechts: Kichererbsen, Kidneybohnen, Erbsen, Rote Linsen, Weiße Bohnen und Tellerlinsen liegen auf einem Tisch. Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co. sind supergesund.

ILLUSTRATION - Kichererbsen (l-r), Kidneybohnen, Erbsen, Rote Linsen, Weiße Bohnen und Tellerlinsen liegen auf einem Tisch. Linsen, Bohnen, Kichererbsen und Co. sind supergesund und für die Ernährung weltweit von so großer Bedeutung, dass die Vereinten Nationen den Hülsenfrüchten einen eigenen Tag widmen.(dpa zum Welttag der Hülsenfrüchte der UN am 10. Februar - Das große Pupsen? Von Bohnen, Linsen und Co.) +++ dpa-Bildfunk +++

Von links nach rechts: Kichererbsen, Kidneybohnen, Erbsen, Rote Linsen, Weiße Bohnen und Tellerlinsen liegen auf einem Tisch. Den Hülsenfrüchten wird eine Ausstellung gewidmet.

DPA

Zum Ausklang der Woche der Botanischen Gärten am Sonntag, 16. Juni, wird die Ausstellung über Fabaceae im Botanischen Garten der Universität offiziell eröffnet und das jährliche Sommerfest gefeiert.

Artenreiche Familie

In diesem Jahr dreht sich die bundesweite Woche der Botanischen Gärten (8. bis 16. Juni) rund um die große Familie der Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae). Bohnen, Linsen und Erbsen kennt jeder als heimische Nutzpflanzen. Doch die äußerst artenreiche Familie beeindruckt mit vielen weiteren Nahrungspflanzen, Färbepflanzen, Gewürzen, Heilmitteln, wertvollen Nutzhölzern und Gartenschönheiten.

Die Ausstellung beleuchtet auf 15 großformatigen, thematischen Tafeln die verschiedenen Aspekte dieser einzigartigen Pflanzenfamilie. Mehr als 30 kleinere Tafeln sind einzelnen Arten gewidmet und im 28 Hektar großen Gelände des Botanischen Gartens aufgestellt. „Im Botanischen Garten der Universität Ulm gibt es zusätzliche Veranstaltungen und Schaukästen, die zeigen, was diese besonderen und vielfältig genutzten Pflanzen botanisch, ökologisch, agrarwirtschaftlich und anthropologisch so alles zu bieten haben“, informiert Professor Steven Jansen, Leiter des Instituts für Botanik und des Botanischen Gartens der Universität Ulm.

Broschüre vom Botanischen Garten mitgestaltet

Die Fabaceae, die Familie der Leguminosen, Hülsenfrüchtler oder Schmetterlingsblütengewächse gehört mit insgesamt 19 600 Arten zu den größten Pflanzenfamilien. Die Knöllchenbakterien an den Wurzeln vieler Arten binden Luftstickstoff. Viele der weltweit wichtigsten Nutz- und Nahrungspflanzen sind Hülsenfrüchte und gehörten damit zu den Fabaceae.

Die bundesweite botanische Ausstellungswoche wird vom Verband Botanischer Gärten in Deutschland organisiert. Der Botanische Garten der Universität Ulm ist nicht nur an der Durchführung beteiligt, sondern hat in diesem Jahr auch mitgewirkt bei der Gestaltung der 85-seitigen Ausstellungsbroschüre. Einer der Autoren ist der Ulmer Diplombiologe Stefan Brändel.

Beim Sommerfest kommen übrigens auch Liebhaber von Orchideen, Kakteen und fleischfressenden Pflanzen nicht zu kurz. Dafür sorgen botanische Freunde, die ihre Lieblingspflanzen dort ausstellen – zum Verkauf und zur Bewunderung. Wer schon vorher in die Ausstellung spicken will, kann dies bereits während der Öffnungszeiten der Gewächshäuser am Dienstag und Donnerstag (13-16 Uhr) tun. Die Ausstellung wird noch bis Anfang September im Botanischen Garten gezeigt. Das Sommerfest am Sonntag beginnt um 14 Uhr.