
Ulm: Bombenalarm nach Drohung bei Evobus
Nach einer Bombendrohung bei dem zu Daimler gehörenden Omnibushersteller Evobus wurden gestern bei Zugangskontrollen mehrere hundert Mitarbeiter von der Polizei und vom Werkschutz durchsucht – ohne Ergebnis. Wie die Polizei mitteilt, gibt es nach bisherigen Ermittlungen keine Hinweise auf eine „konkrete Gefährdung der Mitarbeiter“. Bei Evobus sind an der Otto-Hahn-Straße etwa 3800 Beschäftigte tätig.
Die Belegschaft wurde aufgeschreckt, nachdem ein Mitarbeiter am Dienstagnachmittag an der Wand einer Betriebstoilette einen Schriftzug mit bedrohlichem Inhalt entdeckt hatte. Der unbekannte Verfasser drohte an, dass er einen, wie es heißt, nicht näher eingegrenzten Personenkreis „in die Luft jagt“. Die Polizei hatte darauf eine Werkshalle durchsucht, um die es offenbar ging. Am Mittwoch folgten die Personenkontrollen. Die Beschäftigten nahmen die Durchsuchungen, vor allem von Rucksäcken und Taschen, den Angaben zufolge verständnisvoll auf. Es wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden. Auch der Verursacher der Drohung bleibt unbekannt. Die Kripo Neu-Ulm ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens.
Daimler teilte offiziell mit, man habe zum Schutz der Belegschaft des Neu-Ulmer Werks unverzüglich reagieren müssen und kooperiere voll mit den Behörden.