Blick in die Küche: Ziege kocht im Hemperium

Koch „Ziege“ zeigt sein liebstes Werkzeug, seine Pfannen mit langjähriger Brat-Biografie.
Zwei Pfannen hebt Küchenchef „Ziege“, wie ihn alle nennen, in die Höhe. Die eine sieht einfach eingebraten aus, die andere bereits verformt: sein Lieblingsutensil in der Hemperium-Küche: „Hat irgendjemand so etwas schon gesehen“, blickt er auf die Pfanne mit sichtlich viel Bratbiografie.
Nostalgische Küchenhelfer
Die gusseiserne Pfanne stammt wie ihre jüngere Schwester aus der Küche des ehemaligen Pflugmerzlers, wo Ziege vorher Koch war und Hemperium-Chef Stefan „Obi“ Oberdorfer Restbestände aufgekauft hat, als das Lokal unter französischer Leitung zugemacht hat. „Da sind gefühlt mindestens acht Tonnen drin gebraten worden“, blickt Ziege auf sein Lieblingsstück. Zehn Jahre hat „das beste Teil ever“, wie Ziege es nennt, seinen Dienst dann noch im Hemperium getan – da sind viele Hanfbratlinge durchgegangen. „Jetzt hat sie ihren Dienst geleistet und ist außer Betrieb“, sagt der Koch, während er die Pfanne an ihren Ehrenplatz neben das Band-Poster im Hemperium-Büro hängt. Nunmehr greift Ziege auf das Schwester-Modell aus dem Pflugmerzler zurück – irgendwann wird es wohl auch so aussehen wie die charakteristische Vorgängerin.