Januar muss vor Kälte knacken...
: Welches Wetter Bauernregeln für die kommenden Monate vorhersagen

Die kalten Tage zum Start in den Januar sind vorbei. Was sagen alte Bauernregeln jetzt über die Wetterentwicklung in den kommenden Wochen und Monaten voraus?
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Winterwetter in Berlin: 11.01.2026, Berlin: Ein dicke Eisschicht hat sich an Ästen am Ufer des zugefrorenen Wannsees gebildet. Foto: Stephanie Pilick/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bauernregeln im Januar - Was sagen sie über das Wetter in den kommenden Monaten voraus?

Stephanie Pilick/dpa

Die knackigen Wintertage zum Start ins neue Jahr sind in Deutschland erstmal Geschichte. Für die kommenden Tage sagen die Meteorologen steigende Temperaturen und keinen Neuschnee voraus. Was lässt sich aus den Bauernregeln für den Januar für die kommenden Wochen und Monate ableiten? Wir werfen einen Blick in den Bauernkalender.

Bauernregeln für den Januar - Welches Wetter sagen sie jetzt voraus?

Bauernregeln versuchen seit Jahrhunderten, Ableitungen über das Wetter in längeren Zeiträumen zu liefern. Auch für knackige Wintertage im Januar gibt es ein paar alte Weisheiten. Hier ein paar Bauernregeln für den Januar:

  • Auf harten Winters Zucht folgt gute Sommerfrucht.
  • Im Januar dickes Eis, im Mai ein üppig Reis.
  • Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
  • Januar trocken und rau, nützt dem Getreideanbau.
  • Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.
  • Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt’s zur Ernt’ viel Korn und Klee.
  • Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
  • Soll man den Januar loben, muss er frieren und toben.
  • Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.

Was sind Bauernregeln?

Bauernregeln sind kurze, oft gereimte, traditionelle Weisheiten, die aus jahrhundertelanger Beobachtung von Natur, Wetter und Landwirtschaft entstanden sind, um zukünftige Ereignisse wie Wetterwechsel oder Ernteerfolg vorherzusagen. Sie dienten Bauern früher als wichtige Orientierung für die Aussaat und Feldarbeit, basieren auf Erfahrung

Wie zuverlässig sind Bauernregeln?

Kann man sich auf Bauernregeln als langfristigen Wetterbericht verlassen? Als vertrauenswürdige Quelle sind diese alten Wetterregeln wohl nicht geeignet. Aber viele haben durchaus einen wahren Kern. So schreibt beispielsweise der Deutsche Wetterdienst: „Die sogenannten Bauernregeln basieren teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern.“ Als bekanntes Beispiel nennt der DWD die „Siebenschläferregel“. Nimmt man sie wörtlich: „So wie das Wetter am Siebenschläfer (27.6.) ist, so wird es sieben Wochen sein“, so hat sie meteorologisch überhaupt keine Aussagekraft. Das liegt nicht daran, dass aufgrund einer Kalenderreform der Siebenschläfer eigentlich Anfang Juli ist, sondern daran, dass man an einem einzelnen Tag nicht das Wetter der nächsten 7 Wochen festmachen kann. Betrachtet man allerdings die Witterung Ende Juni/Anfang Juli, so hat man laut den Meteorologen herausgefunden, dass sich in Süddeutschland in bis zu 70 Prozent der Fälle diese Witterung bis Anfang August fortsetzt.