Fahrgäste im Raum Ulm können aufatmen. Die Deutsche Bahn hat am Dienstagabend (5. Juli), kurz nach 19 Uhr, über Twitter bekannt gegeben, dass das defekte Stellwerk im Hauptbahnhof Ulm repariert wurde. „Fernverkehrszüge fahren ohne Einschränkungen“, steht in dem Tweet.
Zuvor war es zu Verspätungen und Haltausfällen im Raum Ulm gekommen. Betroffen war der Streckenabschnitt zwischen Augsburg und Stuttgart. Der Fernverkehr wurde umgeleitet und es kam zu Verspätungen von bis zu 60 Minuten. Vereinzelt konnten Züge nicht in Ulm und Günzburg halten.

Störung bestand schon seit Montag

Der SWR berichtete am Dienstag bereits um kurz nach 7 Uhr, dass es unter anderem auf der Strecke nach Augsburg zu Verspätungen kam. In Richtung Allgäu und Bodensee seien einzelne Züge ganz ausgefallen.
Schon am Vortag, Montag, 4. Juli, war es gegen 16 Uhr zu einer Störung gekommen. Techniker waren im Einsatz, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte. Am Abend funktionierte das Stellwerk dann wieder – jedoch nicht lange. Denn am Vormittag des 5. Juli trat erneut eine Störung auf. Es hieß wieder: Viele Züge fallen aus, werden umgeleitet oder haben Verspätung.

Was war die Ursache für die Störung?

Die Störung sei bei planmäßigen Arbeiten im Stellwerk aufgetreten, teilt eine Sprecherin der Bahn mit. „Die Ursache dafür ist noch nicht abschließend geklärt.“ Fachexperten seien dabei, den Vorgang zu untersuchen. Am geplanten elektronischen Stellwerk für den Bereich Ulm liege das Problem nicht. Dieses soll laut der Sprecherin erst im Winter 2023 in Betrieb genommen werden. Aktuell sei das alte Relaisstellwerk aktiv, so die Sprecherin.