Auto-Poser in Ulm: Tritt aufs Gaspedal kostet mindestens 80 Euro

Dicke Auspuffe, tiefergelegt und jede Menge PS - Fans getunter Autos haben nicht überall Fans. Vor allem dann nicht, wenn sie die nächtliche Ruhe stören, wie ein 22-Jähriger am Sonntag in Ulm. (Archivbild)
Uwe Anspach/dpa- Ein 22-Jähriger muss wegen lauter Autofahrerei in Ulm mindestens 80 Euro Bußgeld zahlen.
- Die Polizei stoppte ihn am Sonntagmorgen wegen lauten Fehlzündungen seines Mercedes.
- Auto-Poser sorgen in Ulm oft für nächtliche Ruhestörungen, Anwohner sind genervt.
- Am "Car-Freitag" 2025 wird die Polizei verstärkt kontrollieren.
- Führerscheinstelle könnte ein Aufbauseminar verhängen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einmal kurz und stark aufs Gaspedal, der Motor röhrt auf, ein lauter Knall zerreißt die nächtliche Stille. So passiert am frühen Sonntagmorgen (13.04.2025) gegen halb drei in der Blaubeurer Straße. Kein Einzelfall in Ulm: Immer wieder sorgen Auto-Poser in der Donaustadt für Unmut. Sie cruisen in aufgemotzten Kisten über den Altstadtring – und eben durch die Blaubeurer Straße. Laute Musik und natürlich auch laute Motorengeräusche finden sie cool. Das Ruhebedürfnis der restlichen Menschen scheint ihnen egal zu sein.
Poser findet das „cool“
In dem Fall vom Sonntag hatte ein 22-Jähriger seinen Mercedes so beschleunigt, dass es zu mehreren Fehlzündungen kam. Pech für ihn, dass eine Streife Zeuge der Ruhestörung wurde und ihn prompt anhielt. Einsicht? Fehlanzeige. Laut Polizei sagte der junge Poser, er finde das „cool“.
Die Polizisten sahen das anders und brummten ihm eine Strafe auf – mindestens 80 Euro. Außerdem wird die Führerscheinstelle informiert. Sie kann bei Autofahrern, die noch in der Probezeit sind, ein sogenanntes Aufbauseminar verhängen, also eine Nachschulung.
Polizei-Kontrollen am Car-Freitag
Am Karfreitag stehen Poser und Tuner wieder unter besonderer Beobachtung: In den vergangenen Jahren hatte sich an diesem Tag, den die Autofans kurzerhand in "Car-Freitag" umbenannt haben, die Szene getroffen und gemeinsam gefeiert. Nicht immer im Sinne des Gesetzes und der Anwohner. So blieben 2021 unschöne Hinterlassenschaften auf dem Aldi-Parkplatz in der Blaubeurer Straße in Form von Bremsspuren zurück, in Neu-Ulm flüchteten die Teilnehmer eines – damals wegen der Corona-Verordnung illegalen – Treffens in alle Himmelsrichtungen.
In zahlreichen Städten hat die Polizei für Freitag wieder Kontrollen angekündigt, auch in Ulm rüstet sich die Poser-Gruppe der Behörde.

