Ausbau der Brenzbahn: Mehr Züge und Haltestellen zwischen Ulm und Aalen beschlossen

Künftig soll die Brenzbahn regelmäßiger zwischen Ulm und Aalen verkehren.
Stefan Puchner/dpa- Ausbau der Brenzbahn zwischen Ulm und Aalen beschlossen – Planungsphase startet.
- Kosten: 63 Mio. Euro für Planung, Gesamtkosten auf 600 Mio. Euro geschätzt.
- Stündliche Expresszüge und neue Haltestellen wie Ulm-Messe und Aalen Süd geplant.
- Ziel: Mehr, leisere und klimafreundlichere Züge, bessere Nah- und Güterverkehrsanbindung.
- Planungszeit: 5,5 Jahre; Teil des Infrastrukturprojekts Regio-S-Bahn Donau-Iller.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Ausbau ist besiegelt! Am Mittwoch, 5.11., haben das Land Baden-Württemberg, die Kommunen und die Deutsche Bahn den Ausbau der Brenzbahn zwischen Aalen und Ulm beschlossen und sich auf eine Finanzierung der Planungsphase in Höhe von rund 63 Millionen Euro geeinigt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Mittwoch unterzeichnet – unter anderem vom Land Baden-Württemberg, den Landkreisen Heidenheim, Ostalbkreis sowie der Stadt Ulm.
Laut einem Sprecher des Landkreises Heidenheim soll der Ausbau den Nah- und Güterverkehr verbessern sowie langfristig für mehr Zugverbindungen sorgen. Mit der jetzt geschlossenen Finanzierungsvereinbarung könne die sogenannte Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung starten, schreibt die Deutsche Presse Agentur.
Ziel sei eine höhere Frequenz der Züge zwischen den Halten Ulm und Aalen. Statt bisher alle zwei Stunden soll künftig stündlich der Expresszug auf der Strecke verkehren. Auch die Regio-S-Bahn-Linien sollen ausgebaut und teilweise verlängert werden. Außerdem solle es nach den Planungen mehr Haltestellen unterwegs geben: etwa in Ulm-Messe, Aalen Süd und Oberkochen Süd.
Mehr, leisere und klimafreundlichere Züge
„Für die Menschen in Ostwürttemberg wird der Ausbau zukünftig ein verbessertes Angebot mit mehr Zügen und mehr Haltepunkten bringen“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Schon 2020 hatte sich das Land mit den Kommunen und der Bahn grundsätzlich auf den Ausbau verständigt. „Es ist das erste große Ausbau- und Elektrifizierungsprojekt, bei dem die Planung im Schulterschluss mit der betroffenen Region finanziert wird“, teilt der Grünen Landtagsabgeordnete Michael Joukov mit. Der Bahnausbau auf der Strecke werde einen positiven Unterschied machen, denn er „sorgt für mehr Züge, für leisere Züge, für klimafreundliche Züge – aber auch, ganz wichtig, für längere Züge, die nicht mehr an Sardinendosen erinnern“, so Joukov weiter.
Die Brenzbahn führt über rund 72 Kilometer und befördert an Werktagen laut Verkehrsministerium im Schnitt 13.000 Menschen. Die Strecke verläuft zum Teil auch über bayerisches Gebiet. Weil die Bahntrasse eingleisig und ohne Oberleitung ist, können sich Züge aktuell nur an einem der 15 Kreuzungsbahnhöfe begegnen – das begrenzt die Kapazität.
Fünfeinhalb Jahre Planungszeit
Nach der Vertragsunterzeichnung können nun also die Planungen für den Ausbau beginnen. Diese sollen rund fünfeinhalb Jahre dauern. Erst danach kann das eigentliche Genehmigungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt starten. „Es ist noch einiges zu tun“, sagt auch Michael Joukov: „Die Straßenbahngleise müssen zum neuen Haltepunkt Ulm-Messe verschwenkt werden, damit der Umstieg einfacher ist; ein Übergang über Gleise beim Haltepunkt Ulm-Ost muss geschaffen werden, damit das Neubaugebiet Marchtalerstraße erschlossen ist“. Außerdem müssen endlich der S-Bahn-Halt Ulm-Jungingen geschaffen und die Donautalbahn ertüchtigt werden.
Insgesamt werden die Projektkosten derzeit auf rund 600 Millionen Euro geschätzt. Neben Land und Kommunen beteiligt sich auch der Bund – und künftig auch der Freistaat Bayern. Der Ausbau der Brenzbahn ist Teil des größeren Infrastrukturprojekts Regio-S-Bahn Donau-Iller, das den Nahverkehr rund um Ulm verbessern soll.
Mit Material von dpa.



Von der Kommune Rammingen mit 1329 Einwohnern hängt eines der zwei wichtigsten Verkehrsprojekte in Baden-Württemberg ab. Das ungerechte Spiel mit der Weitergabe von Kosten kommt von oben.