Aus dem Verkehr gezogen
: Polizei stoppt verrosteten Fernbus in Ulm

Ein Gutachter stellt Brandgefahr fest, außerdem sind viele Notausstiege nicht nutzbar. Der Bus muss auf einem Tieflader abtransportiert werden.
Von
Daniel Wydra
Ulm
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Der Ulmer Fernbushalt in Böfingen wird endlich aufgehübscht: Der Ulmer Fernbushalt in Böfingen wird endlich aufgehübscht

Die Ulmer Fernbus-Haltestelle in Böfingen. (Archivbild)

Matthias Kessler
  • Polizei in Ulm stoppt verrosteten Fernbus wegen Brandgefahr und unbenutzbaren Notausstiegen.
  • Gutachter findet über zwei Dutzend Mängel, Batterien sind nicht vorschriftsmäßig abgedeckt.
  • Busfahrer darf keine Passagiere mehr befördern, Bus wird auf Tieflader abtransportiert.
  • 15 Fahrgäste müssen alternative Reisewege nach Warschau und Riga suchen.
  • Fahrer zahlt 1200 Euro als Sicherheit, da er nicht in Deutschland wohnt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Ulmer Polizei hat am Dienstagmorgen (6.5.) einen Fernbus aus dem Verkehr gezogen. Laut einer Mitteilung kontrollierte eine Streife des Verkehrsdienstes Laupheim den Doppeldecker, nachdem er gegen 9 Uhr an der Fernbus-Haltestelle in Böfingen gehalten hatte. Die Spezialisten hätten schnell festgestellt, dass mehrere tragende Stellen im Fahrzeugrahmen und im Unterboden durchgerostet waren. Demnach durfte der 46 Jahre alte Busfahrer keine Fahrgäste mehr befördern, weil der Bus nicht mehr verkehrssicher war.

Notausstiege nicht benutzbar

Nach der ersten Kontrolle wurde der Fernbus einem Sachverständigen in Langenau vorgeführt. Er fand mehr als zwei Dutzend Mängel. Außer den durchgerosteten Stellen waren die Batterien nicht vorschriftsmäßig abgedeckt, sodass Brandgefahr bestanden habe. Bei einem Brand hätten viele Fahrgäste den Bus wohl nicht über die Notausstiege verlassen können, weil die meisten der vorgesehenen Nothämmer fehlten. Dazu waren die meisten Rückhaltesysteme im Bus funktionslos.

Der Bus wurde nach den Kontrollen am Rasthaus Seligweiler abgestellt. Laut Polizei muss ihn ein Tieflader abtransportieren, weil er in Deutschland nicht mehr repariert werden kann. Der Busfahrer musste als Sicherheit 1200 Euro bezahlen, weil er nicht in Deutschland wohnt. 15 Fahrgäste, die von Ulm Richtung Warschau und Riga fahren wollten, mussten sich eine Alternative suchen.