Arbeitskampf in Ulm: Verdi bestreikt die Ulmer Bürgerdienste

Keine Knöllchen könnte es am Dienstag, 25.2., in Ulm geben - die Bürgerdienste werden bestreikt.
Volkmar Könneke- Verdi ruft am 25.2. zu Streiks auf; Ulmer Bürgerdienste betroffen.
- Standesamt bleibt für Hochzeiten offen, andere Dienste eingeschränkt.
- Verdi fordert 8% mehr Lohn, mindestens 350 Euro monatlich.
- Streikende versammeln sich um 8 Uhr vor dem Haus der Bürgerdienste.
- Nächste Verhandlungsrunde am 14. März geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zu einem weiteren Streik ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Dienstag (25.2.) auf. Diesmal werden Beschäftigte von Kommunen und kommunalen Einrichtungen in den Ausstand treten. Neben der Oberschwabenklinik St. Elisabeth in Ravensburg werden auch die Bürgerdienste der Stadt Ulm bestreikt.
Zur Folge haben soll das laut Verdi, dass Falschparker keine Strafzettel bekommen. Die Stadt Ulm kündigt bereits an, dass einige Dienststellen nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar sein werden. Betroffen sind das Haupthaus in der Olgastraße 66, inklusive Ausländerbehörde, Meldewesen, Bußgeldstelle, Ordnung und Gewerbeamt, außerdem das Standesamt im Rathaus, die Führerscheinstelle in der Sattlergasse, die dezentralen Dienstleistungszentren in den Stadtteilen und das Veterinäramt.
Obwohl das Standesamt bestreikt wird, besteht für Brautpaare kein Grund zur Sorge: Da auch Beamte, die nicht streiken dürfen, im Standesamt arbeiten, werden angemeldete Hochzeiten auch stattfinden. Für andere Dienstleistungen bleibt da Standesamt aber voraussichtlich geschlossen.
Gewerkschaft will Druck steigern
„Jeden Tag steigern wir den Druck weiter“, gibt sich Maria Winkler, Geschäftsführerin des Verdi Bezirk Ulm-Oberschwaben kämpferisch. „Wir erwarten ein Arbeitgeberangebot vor der dritten Verhandlungsrunde.“ Trotzdem habe man den Streik ganz bewusst erst nach der Bundestagswahl angesetzt. Denn „das Grundrecht auf freie Wahlen soll nicht durch das Grundrecht auf Streik in Frage gestellt werden“, erklärt Maria Winkler. Die Streikenden versammeln sich um 8 Uhr vor dem Haus der Bürgerdienste in der Olgastraße.
Verdi fordert in der Tarifrunde für die 2,5 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Erhöhung der Entgelte um 8 Prozent, mindestens 350 Euro monatlich sowie für die Auszubildenden 200 Euro mehr. Zur Entlastung werden drei freie Tage sowie ein „Meine-Zeit-Konto“ gefordert, über das Beschäftigte flexibel verfügen können. Die Verhandlungsrunde am 17. und 18. Februar war ohne Ergebnis auseinandergegangen. Am 14. März findet die dritte Verhandlungsrunde statt.

