Antalya Kebap in Ulm
: „Lebensretter“ für Hungrige in der Nacht seit 28 Jahren

Seine Kunden wollen den Kebap so, wie er schon immer war: Bei Ökkeş Savcı von Antalya in der Frauenstraße, dienstältester Drehspieß-Meister in Ulm, ist besonders, dass bis 3 Uhr nachts, am Wochenende sogar bis 5 Uhr offen ist.
Von
Karin Mitschang
Ulm
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Seit 28 Jahren in Ulm der Lebensretter in der Nacht für alle Hungrigen: Der inzwischen dienstälteste Kebap-Küchenchef Ökkeş Savcı von Antalya in der Frauenstraße in Ulm freut sich mit seiner Frau Marianne Spiegel über die Auszeichnung der SWP-Leser als einer der drei Besten in Ulm.

Seit 28 Jahren in Ulm der Lebensretter in der Nacht für alle Hungrigen: Der inzwischen dienstälteste Kebap-Küchenchef Ökkeş Savcı von Antalya in der Frauenstraße in Ulm freut sich mit seiner Frau Marianne Spiegel über die Auszeichnung der SWP-Leser als einer der drei Besten in Ulm.

Karin Mitschang
  • Antalya Kebap in Ulm ist seit 28 Jahren eine Nachtanlaufstelle, geöffnet bis 3/5 Uhr am Wochenende.
  • Inhaber Ökkeş Savcı ist dienstältester Kebap-Meister und hält am traditionellen Rezept fest.
  • Frische Zutaten, hausgemachte Soßen und Sauberkeit stehen im Fokus des Familienbetriebs.
  • Kunden wählten Antalya auf Platz 3 in einer Umfrage zum besten Döner in Ulm.
  • Die Nachfolge im Familienbetrieb ist noch offen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Perfekte Sauberkeit und neuwertige Einrichtung liegen ihm besonders am Herzen. Ökkeş Savcı bittet beim Besuch mit der Urkunde zur SWP-Abstimmung zum besten Döner Ulms direkt in seine modernisierten Sanitärräume und die Küche mit neuwertiger Edelstahl-Ausstattung. Der 60-Jährige, dessen Kunden sein Team auf Platz 3 in Ulm gewählt haben, betreibt das Antalya in der Frauenstraße schon seit 1. Januar 1997 und ist damit der dienstälteste Kebapspieß-Küchenchef Ulm. Am Rezept darf er nichts verändern: „Ich habe so viele Stammkunden, die wollen keine neuen Soßen, Granatapfel oder Karotten auf ihrem Kebap. Er muss so schmecken wie immer.“ Neulich sei ein Mann extra mit seinen Kindern angereist, um ihnen die Heimat Ulm zu zeigen, berichtet Savcı. Dazu gehörte der Kebap aus der Jugend von Antalya von Ökkeş – und der schmeckt noch genau wie früher.

Eine weitere Besonderheit bei Antalya: Bis drei Uhr morgens, am Wochenende sogar bis fünf, steht das Team allen Nachtschwärmern und Schichtarbeitern zur Verfügung, auch mit Falafel, Lahmacun, Pommes, Tellergerichten oder Yufka. „Sie sind unser Lebensretter!“ Das hört Savcı nicht selten, wenn alle anderen ihren Laden schon zu haben und beispielsweise Hotelgäste von der anderen Straßenseite erst morgens ankommen und großen Hunger haben. „Das ist was Positives“, freut sich der Chef.

Wie vor 28 Jahren

Frische Zutaten, regionales Gemüse und das traditionelle Rezept sind dem Geschäftsführer wichtig. „Wir machen unsere Soßen selbst, wie sie in der Türkei traditionell zubereitet werden“, sagt er. Die Tomatensoße werde genau so auch in der Türkei auf dem Iskender (Tellergericht) serviert. Schon Savcıs Vater habe dort einen Gastronomiebetrieb mit 40 Mitarbeitern geleitet, berichtet Marianne Spiegel, die seit 30 Jahren an der Seite ist. Die beiden unterstützen derzeit die vier gemeinsamen Kinder, die aufs Abi hinarbeiten, schon studieren oder derzeit promovieren.

Während der Abstimmungszeit für den besten Döner Ulms auf swp.de haben die Stammgäste alles getan, um Antalya zu fördern, berichtet Tochter Maya Spiegel-Emre: „Schon während der Zeit der Nominierung kamen immer wieder treue Kunden auf uns zu und erzählten uns von der Umfrage und dass sie uns nominiert hätten.“ Auch während der Abstimmung haben die Kunden mitgefiebert. „Unser Support in Ulm, um Ulm und um Ulm herum hat sich in der Umfrage widergespiegelt und hat uns sehr berührt.“ Wie es der Vater seit 28 Jahren ohne Ruhetag schafft? Das sei nicht so einfach zu erklären. „Es gehört viel Disziplin, Organisation, Durchhaltevermögen und Struktur dazu, aber mindestens genauso viel Leidenschaft, Herzblut, Motivation und die Freude am Kundenkontakt. Natürlich geht dabei nichts ohne ein tolles Team und die Unterstützung der Familie.“

Wer kommt nach Ökkeş?

Und wer übernimmt den Laden, wenn der Papa eines Tages kürzertreten muss? Die Tochter berichtet, dass kein Druck ausgeübt wird: „Er ermöglicht es uns, dass wir unseren Interessen und Leidenschaften nachgehen können. Das war immer sein Wunsch. Deshalb ist auch noch offen, ob und wenn ja, wer von uns den Antalya Kebap fortführen können wird.“

Übrigens: Alle Geschichten rund ums Thema Essen, Kochen, Restaurants und Ausgehen im Raum Ulm/Neu-Ulm sowie Ernährungstrends bündeln wir auf der Seite swp.de/aufgetischt.

Aufgetischt Ulm
Donnerstag um 17.00 Uhr
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