Anna Nicole Heinrich im SWP-Forum
: „Wie politisch darf Kirche sein, Frau Heinrich“

Sie ist das junge Gesicht des deutschen Protestantismus. Und sie ist couragiert. Am 16. Juli kommt sie in Stadthaus.
Von
Elisabeth Zoll
Ulm
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Podium - Stuermische Zeiten, Krisen als Motor fuer unsere Demokratie: Podium "Stuermische Zeiten, Krisen als Motor fuer unsere Demokratie" am Donnerstag (01.05.2025) auf dem 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover. (Foto: EKD-Synodenpraeses Anna-Nicole Heinrich) Unter dem Leitwort "mutig - stark - beherzt" sind bis Sonntag rund 1.500 Veranstaltungen zu Glaubensfragen und gesellschaftlichen Themen wie Frieden, Klimaschutz und Rechtsextremismus geplant. Die Veranstalter rechnen mit rund 100.000 Besuchern. (Siehe epd-Meldung vom 01.05.2025)

Anna Nicole Heinrich geht politischen Diskussionen nicht aus dem Weg.

Thomas Lohnes/epd
  • Anna Nicole Heinrich, 29, Präses der EKD-Synode, spricht am 16. Juli im Stadthaus Ulm.
  • Ihr Zugang zum Glauben entstand durch Jugendfreizeiten, nicht durch das Elternhaus.
  • Heinrich bringt unkonventionelle Perspektiven und hinterfragt Kirchenausrichtung.
  • Themen: Kirchenaustritte, Glaubensfragen, Rolle der Kirche in der Politik.
  • Tickets: 5–6,50 Euro, erhältlich im Stadthaus oder online.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie ist jung, unkonventionell – und eine prägende Stimme der evangelischen Kirche: Anna Nicola Heinrich. Die 29-Jährige leitet seit 2021die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das durchaus einflussreiche Kirchenparlament. Eine Funktionärin ist die junge Frau, die mit ihrem Mann in einer Vierer-Wohngemeinschaft Regensburg lebt, deshalb nicht. Dazu ist ihr eigener Weg viel zu ungewöhnlich.

Zum Glauben kam Anna Nicola Heinrich nicht durch das Elternhaus. Denn ihre in der ehemaligen DDR aufgewachsenen Eltern hatten damit nichts am Hut. Es waren der Religionsunterricht, Kinder- und Jugendfreizeiten, die sie aus eigenem Entscheid für das Christentum aufgeschlossen haben. Vielleicht ist es dieser Zugang, der ihren Blick auf ihre Kirche und die Fragen der Zeit prägt.

Denn Anna Nicola Heinrich kommt nicht mit vorgefertigten Antworten. Es sind die Fragen, die studierte Philosophin auch in ihrem Ehrenamt als Präses umtreiben: Was erwarten die Menschen von ihrer Kirche, was trägt ihren Glauben, was hat die Kirche jungen Menschen zu bieten, wo sind die blinden Flecken einer Institution, die jedes Jahr hunderttausende Mitglieder verliert? Um Antworten zu finden, ist sie als Präses quer durch die Republik gereist, hat in Gartenhäusern geschlafen und bei privaten Gastgebern auf dem Sofa, um ungefiltert zu hören, was Menschen bewegt.

Sie wird davon berichten und sich weiteren Fragen stellen. Wie politisch soll eine Kirche sein? Wo muss ihre Stimme erheben, wo soll sie besser schweigen? Antworten gibt es am Mittwoch, 16. Juli, 19 Uhr, im Stadthaus, beim Forum der Südwest Presse Ulm. Judith Conrady, stellvertretende Chefredakteurin der Südwest Presse, und Elisabeth Zoll, Fachfrau für Kirchenthemen, befragen die prominente Protestantin. Karten kosten für SWP-Abonnenten: 5 Euro/Normalpreis: 6,50 Euro (inkl. Gebühr). Erhältlich in der Tourist-Information im Stadthaus, an allen Reservix-Vorverkaufsstellen und unter swp.de/ticketshop.

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