AKW in Gundremmingen
: Angeblicher Account von Trumps Sohn kommentiert Kühlturm-Sprengung

Ein Account, der sich als Donald Trumps Sohn Barron ausgibt, erregt mit einem Post zum ehemaligen Atomkraftwerk Gundremmingen Aufsehen.
Von
Verena Eisele
Gundremmingen/USA
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Amtseinführung Trump: 20.01.2025, USA, Washington: Barron Trump nimmt an einer Veranstaltung mit Parade zur Amtseinführung von US-Präsident Trump in der Capital One Arena teil. Foto: Matt Rourke/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Barron Trump ist der jüngste Sohn des US-Präsidenten, 19 Jahre alt und soll über zwei Meter groß sein.

Matt Rourke/AP/dpa
  • Kühlturmsprengung im AKW Gundremmingen sorgt für weltweite Aufmerksamkeit.
  • Ein Account, der sich als Barron Trump ausgibt, kritisiert Deutschlands Energiepolitik.
  • Post: Deutschland sprenge AKWs, erhöhe Kohleproduktion und habe „dumme Staatschefs“.
  • Der Account lobt deutsche Ingenieure, kritisiert aber Angela Merkel scharf.
  • Es handelt sich nicht um Barron Trump selbst, sondern um einen von Dritten betriebenen Account.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das beschauliche Gundremmingen im bayerischen Schwaben hat jüngst durch die Sprengung der Kühltürme des gleichnamigen ehemaligen Atomkraftwerks bundesweit Aufsehen erregt. Jetzt kursiert der Name Gundremmingen sogar weltweit – Grund ist ein Post auf dem Kurznachrichtendienst X, der auf den ersten Blick von Barron Trump, dem jüngsten Sohn des US-Präsidenten, zu stammen scheint. Bei genauerem Hinsehen wird klar: Es handelt sich um einen Account, der von Dritten betrieben wird und sich selbst als „the most relentless und accurate fan account on x“ beschreibt (etwa: „der unerbittlichste und exakteste Fan-Account bei X“).

In dem Post des Accounts, der offensichtlich der Szene der Trump-Fans zuzuordnen ist, heißt es: „Nur ein Land war dumm genug, alle seine Atomkraftwerke zu sprengen und dann die Kohleproduktion anzukurbeln, während es vorgab, den ‚Klimawandel zu bekämpfen‘. Deutschland.“ Dazu postet der Verfasser einen Video­schnipsel des Bayerischen Rundfunks, in dem so manches schiefgeht. Der kurze, etwas verwackelte Clip zeigt Moderatorin Judith Zacher, die wegen eines Produktionsfehlers zur falschen Zeit am falschen Ort steht – nämlich direkt vor dem ersten Kühlturm, der in genau diesem Moment eindrucksvoll in sich zusammenfällt.

Immerhin teilt der Verfasser nicht nur Kritik aus. Er lobt Deutschlands Ingenieurkunst und den Umstand, dass hier „einige der klügsten Ingenieure der Welt“ arbeiten. Gleichzeitig aber, so seine Sicht, habe das Land „einige der dümmsten jemals gewählten Staatschefs“. So habe Angela Merkel Deutschland ruiniert, heißt es. Dass solche Pauschalurteile der Komplexität deutscher Energiepolitik nicht gerecht werden, sei einmal gesagt – in den sozialen Medien zählt aber ohnehin oft weniger die Differenzierung als die Schlagkraft.

Wie der echte Barron Trump tickt, weiß niemand so genau. Auf Social Media ist er praktisch nicht aktiv. Zum ersten Mal richtig aufgefallen ist er der Öffentlichkeit bei der ersten Amtseinführung seines Vaters 2017 – damals war er zehn Jahre alt, ein Junge, der Faxen auf der großen Bühne machte. Heute ist er 19, soll über zwei Meter groß sein, weshalb er wohl auch teils „Trump Tower“ genannt wird.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass es sich um einen Post von Barron Trump selbst handelte – tatsächlich handelt es sich, wie inzwischen auch im Text zu lesen ist, um einen Account, der von Dritten betrieben wird. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.