Aktion 100 000: Der Diakonie beim Helfen helfen

Ebbe im Geldbeutel: Corona bringt immer mehr Menschen in finanziellen Engpass. Dementsprechend groß ist die Nachfrage bei der Schuldnerberatung der Diakonie.
Birgit EberleDer Diakonieverband Ulm /Alb–Donau ist breit aufgestellt, wenn es ums Helfen geht. Um weiterhin gewohnt aktiv zu sein, hofft er auf Zuschüsse der Aktion 100 000 und Ulmer helft. Zum Beispiel für das Projekt „Demenz Ulm“, das speziell Menschen mit Demenz sowie ihre Angehörigen berät. Dabei geht es nicht nur um Vorträge und Schulungen. Einmal im Jahr wird eine zehntägige Freizeit für Demente und Angehörige organisiert. Die Freizeit wirkt sich auch hinterher positiv aus, weil manche Entlastungs– und Hilfsmöglichkeiten weiterhin genutzt werden können. Neuestes Angebot ist eine Tanzgruppe für Demenzkranke mit ihren Partnern.
Den Weg zur Kur ebnen
Die Diakonie unterstützt auch Väter und Mütter bei der Beantragung von Kuren, angefangen von der Mütterkur über die Mutter–Kind–Kur bis zur Vater–Kind–Kur. Weil Material für Kreativangebote selbst bezahlt werden muss und Ausflüge bei den Kuren Geld kosten, sind sie Müttern und Vätern mit sehr niedrigem Einkommen verwehrt. Hier grätscht die Diakonie ein und spendiert den Kurgästen ein Taschengeld.
Corona vermehrt Schulden
Immer mehr Menschen kommen in finanzielle Notlagen oder schwierige Lebenssituationen, die sie ohne Beistand nicht mehr bewältigen können. Wie gut, dass es in diesem Fall die Schuldnerberatung gibt. „Mit der Corona–Pandemie kam eine Herausforderung nie gekannten Ausmaßes auf uns zu. Noch nie gab es in den letzten Jahrzehnten so flächendeckende und langwierige Einkommenseinbußen. Selbst Haushalte mit mittlerem Einkommen geraten finanziell ins Straucheln, weil ihre Reserven inzwischen aufgebraucht sind“, schreibt Petra Maurer stellvertretend für die Schuldnerberater(innen) der Diakonie im Beiblatt zum Spendenantrag. Die Schuldnerberatung hilft zum Beispiel dabei einen Tilgungsplan zu erstellen und verhandelt mit Gläubigern. Dank der Aktion 100 000 und Ulmer helft konnten Menschen vor der Wohnungslosigkeit bewahrt werden, Stromsperren abgewendet — oder kurzfristig auch mal ein Bett besorgt werden. Um weiterhin schnell helfen zu können, muss der Notfalltopf gefüllt sein.
Info Wer die Diakonie Ulm/Alb–Donau stützen möchte, vermerkt auf der Überweisung das Stichwort „Diakonie“.
Die Nummern der Spendenkonten finden Sie auf www.aktion100000.de.
