Nur 2480 Euro trennen die diesjährige Auktion von einem Endstand, der perfekt zum Namen der großen regionalen Benefiz-Initiative gepasst hätte: 100 000 Euro für die Aktion 100 000 und Ulmer helft. „Das ist das beste Ergebnis, das wir jemals bei einer Versteigerung erzielt haben. Das ist schon unglaublich!“ Aktionsleiter Karl Bacherle war gestern –  was nicht oft vorkommt – einfach geplättet.

Größte Einzselsumme bringt der Renault Twingo

Insgesamt wurden über die Auktion, die zum zweiten Mal wegen Corona vom Kornhaus ins Internet verlagert werden musste, 1135 Artikel an den Mann, bzw. die Frau gebracht. Die größte Einzelsumme brachte der Renault Twingo ein: 11 200 Euro, wobei das Mindestgebot bei 8000 Euro gelegen hatte. Ein weiterer großer „Brocken“ der Auktion war die von der Firma Gugelfuß gespendete Haustüre nach Wahl im Wert von 6000 Euro. Sie wurde schließlich für 5199 Euro ersteigert.

Sogar im Allgäu und in Göppingen wird mitgeboten

„Der Aktionsradius hat sich stark erweitert. Wir haben auch Gebote bis aus Göppingen und aus dem Allgäu bekommen“, beobachtete Bacherle. Richtig zur Sache ging es bei der Versteigerung, die von 5. bis 12. Dezember online war, in den letzten Stunden, beziehungsweise gar Minuten. Dabei stellte sich heraus, dass viele taktisch unterwegs waren und vor Schluss einstiegen.

Der große Run begann kurz vor Schluss

Und so entwickelten sich kurz vor knapp wahre Bietergefechte – etwa um eine edle Siebträger-Kaffeemaschine. In eineinhalb Stunden vor Auktionsende pushten sich die Interessenten von 999 Euro Startgebot auf 1200 hoch. Dieser Run war lediglich noch von einer wertvollen Armbanduhr zu toppen, bei der die Rallye von 1800 Euro auf 3000 Euro ging.
Manche Artikel und Gutscheine erschienen so attraktiv, dass sie sogar über Wert gesteigert wurden. Der Gutschein fürs „Feierbähnle“, die zweistündige Fahrt mit der Oldtimer-Straßenbahn schoss beispielsweise um einiges übers Ziel hinaus. Nicht mit einem Gefährt auf Schienen, sondern auf Rädern glücklich ist dagegen ein Ehepaar aus Blaustein: Es erklickte sich für 3300 Euro den Ford Escort-Youngtimer.