Aktion 100 000 und Ulmer helft
: Die 53. Benefiz-Runde startet: Jeder Cent zählt!

Die Zahl der Notleidenden steigt – auch in der Region. Doch Hilfe naht: Die Aktion 100 000 und Ulmer helft wirft den Spenden-Motor an. Bedürftige in Ulm, Neu-Ulm und drumherum können in den nächsten Wochen auf Unterstützung hoffen.
Von
Birgit Eberle
Ulm
Jetzt in der App anhören

Das große Spendensammeln beginnt! Die Aktion 100 000 und Ulmer helft legt sich mit Hilfe der Spenderinnen und Spender voll ins Zeug, damit soziale Projekte und Menschen mit harten Schicksalen zeitnah unterstützt werden können.

© denys_kuvaiev /adobe.stock.com

Die Not in Deutschland nimmt zu. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Wenn in Ulm, Neu-Ulm und drumherum jemand durch die Maschen des sozialen Netzes fällt, muss es nicht in einer Katastrophe enden. Die Aktion 100 000 und Ulmer helft fängt Bedürftige auf.

Aktionsleiter Bacherle: Gehalt und Rentenzahlung reichen manchmal nicht mehr

„Wir merken, dass Corona, Flüchtlingskrise und steigende Lebenshaltungskosten ihre Spuren auch bei uns in der Region hinterlassen haben. So manches Gehalt oder die nächste Rentenzahlung reicht nicht mehr“, stellt Aktion 100 000-Leiter Karl Bacherle fest. Deshalb unterstütze die Aktion 100 000 Familien, helfe bei Krankheit und Armut, fördere Menschen mit Handicap und bringe karitative Projekte voran.

Versteigerung wieder Entertainment-Event vor Ort

„Wir sind wieder zurück im Aktionsalltag, zurück in der Normalität“, freut sich Bacherle. Endlich ist die heftige Corona-Zeit vorbei, die viele Veranstaltungen ausgebremst und das starke Zugpferd Benefiz-Auktion ins Internet verbannt hatte. „Die Akteurinnen und Akteure treten alle wieder auf. Und die Versteigerung ist wieder dort, wo sie 15 Jahre erfolgreich gewesen ist“, sagt Bacherle und fügt an: „Wir sind wieder im Kornhaus und wie zu den besten Zeiten an zwei Abenden.“ So wird am Freitag, 1. Dezember, und Samstag, 2. Dezember, Auktionatorin Susanne Rothfuß wie eh und je live den Hammer auspacken.


Medienhaus als Zentrale des guten Zwecks

Im Medienhaus in der Frauenstraße 77 stehen alle Zeichen auf Benefiz. Bis zum Abgabetermin der Spendenanträge kamen unzählige Menschen ins Foyer, um dort ihre Formulare loszuwerden. „Die Anzahl ist gefühlt so groß wie nie zuvor. Jetzt werden die Anträge geprüft, damit rechtzeitig zu Weihnachten rund 2000 Schecks zugestellt werden können“, erklärt Bacherle. Einer mittellosen alten Dame, deren Kühlschrank kaputtging, habe er schon jetzt ein neues Gerät organisiert. Auch die Spenderinnen und Spender klopfen an: Pakete für Familien werden im Aktionsbüro abgegeben und Firmen erklären sich bereit, etwas für die Menschen in der Region zu tun.

Keine Verwaltungskosten – jeder Cent geht an Bedürftige

Der Andrang bei der Antragsabgabe ist ein Zeichen dafür, dass die Aktion 100 000 und Ulmer helft ordentlich Geld sammeln muss, um möglichst vielen in Ulm, Neu-Ulm und den angrenzenden Landkreisen Alb-Donau und Neu-Ulm aus der Not zu helfen. Jeder Cent zählt und ist gut investiert, denn die Aktion 100 000 ist eine Benefiz-Initiative mit mehr als einem halben Jahrhundert Erfahrung und dabei extrem effektiv. Jeder einzelne Cent, der gespendet wird, geht unmittelbar an Bedürftige weiter. Es gibt keine Verwaltungskosten, denn das Team wird von den Arbeitgebern SÜDWEST PRESSE und Stadt Ulm für seine Aufgabe freigestellt.

Rund 21 Millionen Euro in 52 Jahren gesammelt

Auf diese Weise sind in den vergangenen 52 Jahren seit Bestehen umgerechnet rund 21 Millionen Euro für Notleidende zusammengekommen, wobei sich in der zurückliegenden Benefiz-Runde ein Rekord von 1 062 564 Euro eingestellt hat.

Die Stärke der Aktion 100 000 ist, dass sie schnell helfen kann. Damit sind nicht allein die Schecks gemeint, die finanziell sehr schlecht gestellten Menschen ein erträgliches Weihnachtsfest ermöglichen sollen. Es geht in den kommenden Wochen um Härtefälle: Schicksale von Menschen, die mit Krankheit und/oder materieller Not zu kämpfen haben, werden immer samstags auf Sonderseiten in der SÜDWEST PRESSE und online auf swp.de vorgestellt werden – begleitet von gezielten Spendenaufrufen.

Mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen – etwa 600 000 Euro – hat die Aktion 100 000 und Ulmer helft im vergangenen Jahr an soziale Institutionen weitergegeben. Ohne diese Unterstützung hätte manches karitative Projekt abgespeckt oder gestoppt werden müssen.


Optimistisch in die neue Spendenrunde

Damit auch die neue Spendenrunde erfolgreich wird, legen sich die Aktionisten, getragen von vielen Spenderinnen und Spendern, schwer ins Zeug. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir auch dieses Mal wieder sehr viel für Menschen in Not in der Region erreichen können“, ist sich Bacherle sicher.

So funktioniert die Aktion 100 000 und Ulmer helft

Schirmherren: SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker und der Ulmer OB Gunter Czisch vertreten die Aktion 100 000 und Ulmer helft bei offiziellen Anlässen

Aktionsteam: Organisationsleiter ist, nach vielen Jahren zum letzten Mal, Karl Bacherle. Zum Team gehören Chris Mertl (designierter neuer Aktion 100 000-Chef), Melanie Moll, Louisa Basch, Elke Faul, Annemarie Greco, Peter Behrendt und Birgit Eberle (Redaktion). Bei der Stadt Ulm zeichnet Wolfgang Hitzler verantwortlich.

Spenden: Das Team freut sich über jegliche Form der Unterstützung – auch über Sachspenden oder Ideen, die der Aktion 100 000 Bares bringen. Das Team ist erreichbar unter (0731) 156-201, 156-423, 156-814 und 156-343 (Redaktion). E-Mails bitte an die Adresse aktion100000@swp.de, Briefe gehen in die Frauenstr.77, 89073 Ulm.

Online: Aktuelles und der komplette Terminkalender unter
aktion100000.de