Selbst Normalverdiener kommen momentan ins Grübeln. Und Menschen mit geringem Einkommen packt erst recht die Unsicherheit. Sie fragen sich: „Wie sollen wir in diesen Zeiten über die Runden kommen?“ Steigende Lebensmittelpreise und explodierende Heizkosten machen die bisherige Ausgabenkalkulation zunichte. „Viele mit geringem Einkommen und überschaubarer Rente haben Sorge und Angst, weiterhin regelmäßig im Supermarkt einkaufen zu können. Sie fürchten, im neuen Jahr in Not zu geraten“, fasst Karl Bacherle, Leiter der Aktion 100 000 und Ulmer helft, die momentane Lage zusammen.

In der neuen Benefiz-Saison wird Zunahme an Bedürftigen erwartet

Wie groß die Zahl derer ist, die in Ulm, Neu-Ulm und den beiden angrenzenden Landkreisen Neu-Ulm und Alb-Donau kräftig ins Minus rutschen werden, kann man nicht absehen. Klar ist aber, dass es mehr Hilfsbedürftige als bisher sein werden, die in der Spendensaison 2022/2023 von der Aktion 100 000 unterstützt werden wollen und sollen. Nicht zuletzt auch wegen der Neuankömmlinge aus dem Kriegsgebiet Ukraine, die in unserer Region Zuflucht suchen.
Bacherle hat vor, vor allem den Menschen, die knapp über der Bemessungsgrenze sind, schnell und unkompliziert unter die Arme zu greifen. Drehkreuz seien dabei die Sozialpartner wie das Deutsche Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Arbeiterwohlfahrt.
„Das Jahr hat bis jetzt schon viel an Spenden eingebracht“, resümiert Bacherle. Er spielt damit auf die Spenden für die Tafelläden an, die Bedürftige mit Einkaufsgutscheinen entlasten konnten. Auch die Hilfsaktionen für Ukraine-Flüchtlinge seien durchweg erfolgreich verlaufen.

Jeder Cent geht an Menschen in Not: Aktion 100 000 hat keinerlei Verwaltungskosten

Weil schon jetzt absehbar ist, dass die Aktion 100 000 mehr Geld sammeln muss, um im selben Umfang wie bisher helfen zu können, ist mehr denn je die Spendenbreitschaft aller gefordert. Die Aktion 100 000 und Ulmer helft ist Benefiz mit viel Erfahrung und exrem effektiv. Alles, was an Spenden reinkommt, geht unmittelbar an Bedürftige weiter. Es gibt keine Verwaltungskosten, denn das Team wird von den Arbeitgebern SÜDWEST PRESSE und Stadt Ulm für seine Aufgabe freigestellt. Auf diese Weise sind in den vergangenen 51 Jahren seit Bestehen umgerechnet knapp 20 Millionen Euro für Notleidende auf die Bahn gebracht worden. Allein in der vergangenen Spendenrunde kamen mehr als eine Million Euro zusammen.

Extra-Spendenaufrufe für Härtefälle

Und die Hilfe wirkt schnell. Noch vor Weihnachten werden etwa 2000 Schecks an Bedürftige verschickt. Besonders heftige Lebensumstände werden in den kommenden Wochen regelmäßig auf Sonderseiten in der SÜDWEST PRESSE und online auf swp.de vorgestellt. Viele soziale Institutionen können nur wegen einer Finanzspritze der Aktion 100 000 überleben.

Endlich wieder mehr Einnahmen durch Veranstaltungen

Weil der Spendentopf möglichst prall gefüllt sein soll, kommt es sehr gelegen, dass es die allgemeinen Corona-Richtlinien erlauben, wieder Veranstaltungen unkompliziert zu realisieren. „Wir Aktionisten freuen uns, dass wir wieder Konzerte und mehr anbieten können“, beschreibt Bacherle das Aufatmen im Team. Vor wenigen Tagen traten zum Beispiel „Robbi & Friends“ nach zwei Jahren Corona-Zwangspause wieder in Aktion für die Aktion 100 000.
„Wenn wir Glück haben, können alle Termine ohne Einschränkungen besucht werden“, kündigt der Organisationschef das Benefiz-Programm an und nennt als Beispiel die Konzerte von „Siyou“ Isabelle Ngnoubamdjum, die Christmas Night mit Joo Kraus, der Stadtkapelle und – zum Abschluss – dem Heeresmusikkorps.
Schirmherren SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker und der Ulmer OB Gunter Czisch repräsentieren die Aktion 100 000 und Ulmer helft bei offiziellen Anlässen.
Aktionsteam Organisationsleiter ist Karl Bacherle. Zum Team gehören die Mitarbeiter(innen) Bettina Jeretzky, Johannes Schneider, Elke Faul, Chris Mertl, Annemarie Greco, Peter Behrendt und Birgit Eberle (Redaktion). Verantwortlich bei der Stadt Ulm ist Wolfgang Hitzler.
Spenden Das Team freut sich über jegliche Form der Unterstützung – auch über Sachspenden oder Ideen, die der Aktion 100 000 Geld bringen. Das Team
ist erreichbar unter (0731) 156-201, 156-423, 156-814 und 156-343 (Redaktion). E-Mails bitte an aktion100000@swp.de, Briefe an die Frauenstr. 77, 89073 Ulm.
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