Die Mieten steigen, Energiekosten und Nahrungsmittelpreise auch. Kurzum: Das Leben wird gerade viel teurer. Das hat Folgen. Wer vor der Erhöhung schon knapp bei Kasse war, gerät jetzt ganz schnell in finanzielle Schieflage. „Kurzarbeit wegen Corona tut ihr übriges. Unser Klientel sucht händeringend nach Hilfe, freut sich über jeden Einkaufsgutschein und Heizkostenzuschuss“, erzählt Karl Bacherle. Der Organisationsleiter der Aktion 100 000 und Ulmer helft bekommt viele E-Mails und Anrufe von Menschen, denen das Geld hinten und vorne nicht reicht  – obwohl sie arbeiten. „Jetzt klopfen Leute an, die sich bisher nie getraut hätten, sich an uns zu wenden“, erzählt der erfahrene Benefiz-Organisator, der seit einem Vierteljahrhundert mit der Aktion 100 000 und Ulmer helft die Not in Ulm, Neu-Ulm und den beiden Landkreisen Neu-Ulm und Alb-Donau zu lindern versucht.  Die Rückmeldungen großer Sozialträger in der Region signalisierten ebenfalls, dass nun Menschen in Not gekommen sind, die bisher keine Hilfe gebraucht haben. Für die Arbeit des Aktionsteams bedeutet dies, dass ordentlich rangeklotzt werden muss, um den Menschen in Not ein halbwegs schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen.

Veranstaltungen in 2G geplant

„Wir werden in diesem Jahr mehr denn je Menschen unterstützen müssen, die das Schicksal besonders hart getroffen hat. Dazu gehören auch solche, die durch Corona in zusätzliche Not gerutscht sind“, beschreibt Bacherle seine Absicht für die beginnende Spendensaison.
Diese Herkulesaufgabe zu bewältigen ist nicht leicht und ohne extrastarke Unterstützung seitens der Spenderinnen und Spender nicht möglich. Corona erschwert dem Team die Arbeit, vor allem bei den Veranstaltungen. „Wir müssen uns den jeweils geltenden Corona-Regeln anpassen. Teilweise ist die Personenzahl deshalb deutlich reduziert“, sagt Bacherle. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sind jedoch alle Termine in Planung,  Bacherle versucht „ein bisschen Normalität“ in die Abläufe zu bringen. Vom Konzert bis zum Kabarett ist „2G“-Einlass-Bedingung. „Die Eintrittsgelder allein sind nicht genug, wir sind sehr auf Spenden angewiesen“, verdeutlicht Bacherle die Lage.
Spenden ist bei der Aktion 100 000 und Ulmer helft herausragend effektiv. Sie gibt 100 Prozent der Einnahmen weiter: Jeder Cent der reinkommt, geht direkt an Bedürftige. Es gibt keine Verwaltungskosten, denn das Benefizteam wird von den Arbeitgebern SÜDWEST PRESSE und Stadt Ulm für seine Aufgabe freigestellt. Dank dieses Konstrukts  sind in 50 Jahren seit der Gründung umgerechnet 18,5 Millionen Euro für Notleidende zusammengekommen. Allein im vergangenen Jahr war es über eine Million.
Die Hilfe wirkt fix. Noch vor Weihnachten werden rund 2000 Schecks an Bedürftige verschickt. Besondes heftige Schicksale werden in den nächsten Wochen auf Sonderseiten und online vorgestellt. Die Vertreter sozialer Institutionen können Anfang Februar Schecks entgegennehmen.

Namen und Fakten

Schirmherren SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker und der Ulmer OB Gunter Czisch repräsentieren die Aktion 100 000  und Ulmer helft bei offiziellen Anlässen.
Aktionsteam Organisationsleiter ist Karl Bacherle. Zu seinem Team gehören die Mitarbeiter(innen) Bettina Jeretzky, Moritz Führle, Elke Faul, Annemarie Greco, Peter Behrendt und Birgit Eberle (Redaktion). Verantwortlicher bei der Stadt Ulm ist Wolfgang Hitzler.
Sachspenden Das Team freut sich über jede Art der Unterstützung – von der Sachspende bis zu einer super Idee, die der Aktion 100 000 Geld bringt. Das Team ist telefonisch erreichbar unter (0731) 156-201, 156-423, 156-814 und 156-343 (Redaktion). E-Mails bitte an aktion100000@swp.de, Briefe in die Schaffnerstr. 24, 89073 Ulm.
Online Aktuelles und der komplette Terminkalender unter aktion100000.de