Jetzt hängen sie wieder überall. Die Plakate, die den Weihnachtszirkus in der Friedrichsau ankündigen. Elena Z. treibt es die Tränen in die Augen, wenn sie daran vorübergeht. Denn sie weiß: Ihre siebenjährige Tochter Sophie (alle Namen geändert) wünscht sich sehnlichst, eine Vorstellung zu besuchen. Wie vor drei Jahren. Viel leisten konnte sich die alleinerziehende Mutter auch damals nicht. „Aber wir haben immer viel unternommen, vor allem draußen in der Natur.“ Und für den Zirkus hatte sie Freikarten bekommen.

Vom Pech verfolgt: Erst krank, dann arbeitslos

Sophie ist ein aufgewecktes Mädchen, das sich für alles interessiert. Umso schmerzlicher sei es, dass sie ihr nichts mehr bieten könne, sagt Elena Z. Denn „heute klemmt es überall.“ Das Leben von Mutter und Tochter hat sich auf einen Schlag komplett verändert. Im Juni 2021 wurde Elena Z.‘s Krebserkrankung festgestellt. „Dummerweise“ habe sie das ihrem Arbeitgeber mitgeteilt, weil sie fair sein und auf mögliche Ausfallzeiten rechtzeitig hinweisen wollte. Mit der Folge, dass ihr Vertrag nicht verlängert wurde und sie ihre Arbeit als Alltagsbegleiterin verlor. Vier Wochen vor Weihnachten war das.

Statt fröhlich feiern ein Weihnachten voller Schmerzen

Das Fest selbst hat sie in denkbar schlechter Erinnerung: An den Feiertagen konnte sie vor Schmerzen nur liegen. Arzt- und Therapietermine bestimmten fortan den Kalender. Vor wenigen Wochen, in den Herbstferien, wurde der Tumor in der Brust entfernt. „Montags rein in die Klinik zur OP, mittwochs wieder raus“ – den Termin hatte Elena Z. gewählt, weil Sophie in der Zeit bei einer Tante in einer etwas entfernten Stadt unterkommen konnte und keinen Unterricht versäumte. Die Tante – Elena Z.‘s Schwester – habe selbst vier Kinder. Aber sie helfe, so gut sie könne, und springe im Notfall mal ein.

Nebenkosten-Nachzahlung stürzt kleine Familie in Schulden

Sonst hat Elena Z. nicht viel Unterstützung. Sophies Vater will nichts von seiner Tochter wissen. Er zahlt zwar Unterhalt. Die alles andere als üppigen Beträge gehen aber nicht zu fixen Terminen ein. „Ich weiß nie, wann das Geld kommt“, beschreibt die 48-Jährige den nervenaufreibenden Kampf um das, was ihr zusteht. Deshalb und vor allem wegen einer Nebenkosten-Nachzahlung hat sie Mietschulden. Sie abzustottern, gelinge ihr nicht. „Es kommt ja immer was anderes dazwischen“ – ein Medikament gegen ihre Schwindelanfälle, das sie selbst bezahlen muss, ein Schulausflug oder neue Schuhe für die Tochter. Demnächst wird Sophie eine Zahnspange bekommen. Elena Z. graut es jetzt schon davor, den Eigenanteil vorstrecken zu müssen.
Von jeher hat die gelernte Erzieherin großen Wert gelegt auf gesunde Ernährung. Deshalb bringt sie es nur schwer übers Herz, nicht mehr auf Qualität, sondern nur noch auf den Preis der Lebensmittel zu achten. Früher habe sie viel und gern gebacken. Doch dazu fühle sie sich wegen der Medikamente meist zu müde. Wenn Sophie in der Schule ist, ruhe sie sich aus, damit sie wieder danach ganz da sein kann für die Zweitklässlerin.

Siebenjährige hat große Angst um die Mutter

Die hat die Krankheit der Mutter sehr mitgenommen. Sie merke, dass das Kind abends im Bett viel weine. Sobald Sophie denke oder auch spüre, dass es der Mama nicht hundertprozentig gutgehe, gerate sie in Panik. Und sie leide unter den veränderten Umständen. „Wir erleben gar nichts mehr“, klage sie und meine wütend: „Ich hasse deine Krankheit!“

Elena Z. gezielt fördern

Direkte Hilfe Wer Elena Z. unter die Arme greifen will, vermerkt auf seiner Überweisung unter Verwendungszweck das Stichwort „Elena Z.“. Kontonummer bei der Volksbank Ulm-Biberach: IBAN DE79 6309 0100 0002 3640 18; bei der Sparkasse Ulm: IBAN DE47 6305 0000 0000 1000 03 oder bei der BW-Bank: IBAN DE05 6005 0101 7439 5013 93.