Schutzengel neigen generell ja dazu, manchmal eher kitschig dargestellt zu werden. Nicht aber das Schutzengel-Modell, das Tanja Holzhauser und Verena Sigl entworfen haben. Er sieht so aus, wie ihn sich Kinder gerne einen Schutzengel wünschen würden, er zugleich den Erwachsenen aber genauso gut gefällt:  Er hat dunkle Knopfaugen und knuffige Stutzflügel. Sein Outfit ist nicht elegant, sondern fröhlich gestreift – und am riesigen Kopf prangt ein großer Stern.

Nähmaschinen rattern auch in Langenau

Zuerst hatten Tanja Holzhausers Mutter und Freundinnen jede Menge Engel genäht.  Dann übernahm Textil Glaeser die Großproduktion nach dem Entwurf von Holzhauser und Sigl, die früher in der  Kinder-Malschule „Maldumal“ kreativ waren. Damit möglichst viele einen Schutzengel bekommen, waren Freiwillige sechs Tage lang damit beschäftigt, weitere Exemplare zu nähen – ohne Lohn, um den guten Zweck zu unterstützen. Jetzt wird bei der BruderhausDiakonie in Langenau weitergenäht. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Aktion 100 000 und Ulmer helft zugute. Frei nach dem Motto „Viele Engel für Charlie“, also Karl Bacherle, den Aktionsleiter.

Großproduktion bei Glaeser Textil

Große Unterstützung kam von  der Firma Glaeser Textil, die Nähmaschinen und Material zur Verfügung stellte. Und so sind 1700 Schutzengel entstanden, die nun überall ihren Dienst antreten können – ob im Auto, als Geschenk zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Die nächste Kommunion und Konfirmation in der Familie ist bestimmt auch nicht weit. Und überhaupt: Einen Schutzengel kann mann immer und überall brauchen.

Info Die Schutzengel können über den Aktions-Shop www.aktion100000.de/shop bezogen werden, und sie sind am Aktionsstand auf dem Weihnachtsmarkt erhältlich. Ein Engel kostet 9 Euro. Wer Schutzengel für die Aktion 100 000 verkaufen möchte (Mindestabnahme: 20 Stück), meldet sich bei Moritz Führle (0731) 156-201, M.Fuehrle@swp.de