Schwanger, vom Partner im Stich gelassen und in Geldnot: Diese Kombination kann Frauen in eine schier ausweglose Situation bringen. Vor mehr als drei Jahrzehnten nahm deshalb in Einsingen der Verein „Förderkreis für werdende Mütter in Bedrängnis“ seine Arbeit auf – in einer Garage. Die „Erfinderinnen“ des Hilfsprojekts: der Evangelische Arbeitskreis und CDU-Frauen.

Auch Hilfe für Familien

Schnell kristallisierte sich heraus, dass nicht nur Alleinstehende Hilfe brauchen. Deshalb hat der Förderkreis für werdende Mütter in Bedrängnis den Zusatz „und Familien in Not“ mit aufgenommen. Der Förderkreis, Vorsitzende ist Ursula Bürzle, kümmert sich um bedürftige Kinder in Ulm, Neu-Ulm und der Region.
Mütter, werdende Mütter und Familien erhalten von den Städten, der Caritas, der Diakonie oder der Schwangerschaftsberatung die Förderkreis-Adresse, wenn die Not sehr groß ist und sie schnell und unbürokratisch materielle Hilfe benötigen. Dabei geht es nicht nur um gebrauchte Babyartikel, sondern auch Kinder-Bekleidung und Spielsachen. Die Ware wird von Herferinnen sortiert und aufbereitet.

300 Familien und 600 Kinder profitieren von dem Hilfsmodell

Aus der Garage ist im Lauf der Jahre ein Laden geworden, der Anfang 2021 in die Enderlegasse 27 in Söflingen gezogen ist.  Jetzt hat der Förderkreis aber das Problem, dass fast alle Kleiderbasare wegen Corona als Einkaufsquelle ausgefallen sind. Und so fehlen viele Sachen, die dringend gebraucht werden. „Hier sind wir mehr denn je auf Sach- und auch auf Geldspenden angewiesen“, schreibt Beate Thumm im Spendenantrag an die Aktion 100 000. Um fast 300 Familien mit 600 Kindern (davon 150 Babys) helfen zu können, würden viele Kleider (gut erhalten, gewaschen) und Spielzeug benötigt. Angebote an: kontakt@foerderkreis-familien-­in-not.de oder 015259898173.

Info Wer den Förderkreis unterstützen will, vermerkt auf der Überweisung unter Verwendungszweck das Stichwort „Mütter und Familien“.