Abkühlen im Sommer
: Wo man in und um Ulm den Kopf kühl bekommt

Ob Waldpfade oder Kirchenräume – rund um Ulm und Neu-Ulm gibt es Plätze, die der Sommerhitze standhalten. Hier ein Überblick.
Von
Jana Durner, Daniel Wydra
Ulm
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Chorraum und Chorfenster vom Ulmer Münster, Ulm, Baden-Württemberg, Deutschland, Europa Choir and choir windows of Ulm Minster, Ulm, Baden-Württemberg, Germany, Europe Copyright: imageBROKER/MarkusxKeller iblmkl11128073.jpg Bitte beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Urheberrechtes hinsichtlich der Namensnennung des Fotografen im direkten Umfeld der Veröffentlichung

Kirchen sind nicht nur für Gottesdienste geeignet, im Sommer bietet beispielsweise das Ulmer Münster erfrischende Kühle.

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  • Tipps gegen Sommerhitze in Ulm und Neu-Ulm – kühle Orte drinnen und draußen im Überblick.
  • Museen und Galerien bieten ruhige, kühle Räume fernab heißer Straßen.
  • Schatten finden Spaziergänger in Friedrichsau, Altem Friedhof, Glacis-Park sowie an Donau und Iller.
  • Abkühlung in Badeseen wie Pfuhler See, Ludwigsfelder, Erbacher, Sendener Waldsee und bei Elchingen.
  • Kirchen wie Ulmer Münster, Georgs- und Pauluskirche sowie Petrus und St. Johann Baptist sind kühl.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„36 Grad und es wird noch heißer“ heißt es in einem Lied des deutschen Elektropopduos „2raumwohnung“, und genau dieses Gefühl kennt doch jeder. Man will einfach nur irgendwo hin, wo es kühl ist. Denn glühender Asphalt, schwere Luft und ein Sonnenbrand, der sich schneller anmeldet als der nächste Eiswagen, können den Tag ziemlich zäh machen.

Gut, dass es in Ulm und Neu-Ulm Orte gibt, an denen man dem Sommer kurz entkommen kann: Plätze im Freien, an denen Wasser, Schatten und eine frische Brise für spürbare Abkühlung sorgen – und die Hitze für einen Moment in den Hintergrund rückt.

Kühle Auszeiten zwischen Museen

Wer bei Sommerhitze nach einer Pause sucht, findet in Museen und Galerien in Ulm und Neu-Ulm einen angenehm stillen Gegenpol zum heißen Stadtleben. Hinter dicken Mauern historischer Gebäude oder in modern klimatisierten Räumen lässt sich Kunst in entspannter Kühle erleben – weit weg von flirrender Luft und glühenden Straßen.

Im Schatten der Bäume

Wenn die Sonne zur Mittagszeit am höchsten steht, wird auch beim Spaziergang jeder noch so kleine Schattenplatz kostbar. Der Hitze völlig zu entkommen gelingt zwar selten, doch zwischen hohen Baumkronen, in dichten Parks oder auf anderen Grünflächen kommt man zumindest ein wenig aus der Sonne.

In Ulm und Neu-Ulm bieten sich größere Parks wie die Friedrichsau, der Alte Friedhof oder der Glacis-Park an. Dort kann man an vielen Stellen im Schatten spazieren gehen und sich auf Sitzbänken ausruhen. Entlang von Donau und Iller findet man vor allem im Süden von Ulm und Neu-Ulm schattige Plätze im Wald. Etwas außerhalb der Städte gibt es größere Waldgebiete, zum Beispiel Richtung Blaustein, Blaubeuren, Günzburg und Weißenhorn. An einigen Orten laden sogar kleine Seen dazu ein, sich kurz im Wasser abzukühlen.

Ein Sprung ins kalte Nass

Manchmal hilft nichts mehr, außer einfach abzutauchen. Und wo geht das besser als in den Badeseen in der näheren Umgebung? Denn die Wassertemperatur ist in der Regel kälter als die durch die Sonne aufgeheizte Luft. Ulmerinnen und Neu-Ulmer können zum Beispiel in diesen Seen planschen:

  • Pfuhler See
  • Ludwigsfelder Badesee
  • Erbacher Baggersee
  • Sendener Waldsee
  • mehrere Seen bei Elchingen

Auch in den Außenbereichen von Schwimmbädern lässt sich die Hitze gut aushalten. Gleichzeitig führt die angenehme Wassertemperatur schnell dazu, dass sich viele zu sicher fühlen. Besonders der ungeschützte Kopf ist beim Schwimmen permanent der Sonne ausgesetzt. Wer sich vorher also  nicht eincremt, riskiert schnell einen starken Sonnenbrand oder im schlimmsten Fall einen Hitzschlag.

Zudem kann man den Kreislauf schonen, wenn man nach längerer Zeit in der Sonne nicht kopfüber ins Becken springt. Es empfiehlt sich, langsam ins Wasser zu gehen oder sich vorher kurz abzuduschen – so bleibt die ersehnte Abkühlung auch wirklich ein Genuss.

Wird bei hohen Temperaturen statt Wasser Alkohol getrunken, verschärft das die Gefahr zusätzlich: Der Körper schätzt Hitze und Belastung dann noch schlechter ein.

Kirchen als Regenerationsort

Auch Ungläubige dürften nicht bestreiten, dass Gotteshäuser im Hochsommer verlässliche Zufluchtsorte mit spürbar angenehmer Luft sind. Denn vor allem historische Gotteshäuser mit ihren massiven Steinwänden halten die Hitze erstaunlich gut draußen – deutlich besser als viele moderne Zweckbauten. Da viele Kirchen tagsüber geöffnet sind, stehen sie allen Menschen offen: Man kann die Abkühlung mit einem Gottesdienstbesuch verbinden oder einfach für sich selbst einen Moment innehalten. Touristinnen und Touristen nutzen die kühlere Atmosphäre ohnehin gerne, um auch bei 35 Grad noch beeindruckende Perspektiven für Fotos zu finden.

In Ulm ist das Ulmer Münster zweifellos der bekannteste und monumentalste Sakralbau – aber nicht der einzige Ort, der im Sommer wohltuende Kühle bietet. In der Innenstadt eignen sich auch die Georgskirche und die Pauluskirche für eine erfrischende Pause. Und in Neu-Ulm bieten die Petruskirche sowie St. Johann Baptist ebenfalls kühle Innenräume, in denen man für einen Moment zur Ruhe kommen und der Hitze entfliehen kann.

Kühle Zuflucht unter der Erde

Höhlen gehören zu den zuverlässigsten Kälte-Orten überhaupt – kühler als Kirchen, schattige Parks oder selbst die Donauufer. In Städten kommen sie naturgemäß nicht vor, und viele sind nur im Rahmen von Führungen zugänglich. Das macht sie zu eher ungewöhnlichen Zielen für einen schnellen Abkühl-Stopp. Zudem ist es in den Höhlen so feucht und frisch, dass selbst im Hochsommer eine Jacke und feste Schuhe empfehlenswert sind.

In der Region Ulm gibt es mehrere Höhlen, an denen eine natürliche Untergrund-Abkühlung möglich ist. Rund um Blaubeuren liegen sechs Höhlen, von denen zwei jederzeit ohne Führung betreten werden können.

Hinzu kommen weitere bekannte Tropfstein- und Karsthöhlen in der Umgebung:

  • Die Wimsener Höhle, die einzige mit dem Boot befahrbare Höhle Deutschlands.
  • Die Laichinger Tiefenhöhle, als tiefste begehbare Schauhöhle Deutschlands.
  • Die Charlottenhöhle, eine der längsten begehbaren Tropfsteinhöhlen Süddeutschlands.

Wer also an einem extrem heißen Sommertag eine ungewöhnliche, garantiert kühle Auszeit sucht, findet sie buchstäblich unter der Erde.