
Flüchtlingspolitik: 62 Organisationen für mehr Solidarität
Die Unterzeichner einer Erklärung zur Flüchtlingspolitik wollen die Diskussion nicht anderen überlassen.
Es sind zwei Zahlen, die zeigen, wie sehr sich der gesellschaftliche Diskurs in nur wenigen Monaten geändert hat. Ermittelt hat sie das Allensbacher Institut für Demoskopie. Demnach fanden noch im Mai dieses Jahres 26 Prozent der Befragten in Deutschland die Flüchtlingssituation besorgniserregend — im Juni waren es bereits 47 Prozent. „Das Klima hat sich extrem verschärft und radikalisiert“, warnt Lothar Heusohn vom Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm. „Nicht, weil die Situation sich verschlimmert hätte, sondern weil die Zahlen abbilden, wie Politik und Medien mit dem Thema umgehen.“