Zivilcourage in Tübingen
: Narren befreien Bus von Bahnübergang und verhindern Zugunglück

Zwei Männer haben in Unterjesingen bei Tübingen ein schweres Zugunglück verhindert. Ein Reisebus blieb auf einem Bahnübergang stecken. In letzter Sekunde zerbrachen die Helfer die geschlossene Schranke und konnten so eine Katastrophe abwenden.
Von
Iris Simon
Tübingen
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Zugkreuzung auf der Ammertalbahn am Haltepunkt Unterjesingen-Sandäcker

Zugkreuzung auf der Ammertalbahn am Haltepunkt Unterjesingen-Sandäcker. (Symbolbild)

Zweckverband Ammertalbahn
  • Zwei Männer verhinderten in Unterjesingen ein Zugunglück, indem sie eine Schranke aufbrachen.
  • Ein Reisebus saß am 3. März 2025 auf den Gleisen fest; Helfer brachen die Schranke.
  • Der Schaden beträgt 700 Euro; ein Unfall hätte Millionen-Schäden verursacht.
  • Zweckverband ÖPNV lobt die Männer für ihre Zivilcourage.
  • Bahnübergänge dürfen nicht blockiert werden; Wenden auf Gleisen ist lebensgefährlich und verboten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Montag, 3. März 2025, wäre es in Unterjesingen beinahe zu einem dramatischen Zwischenfall an einem Bahnübergang gekommen. Gegen 10.45 Uhr wollte ein Reisebus auf den Gleisen der Rottenburger Straße wenden. Allerdings begannen sich genau in diesem Moment die Schranken zu schließen und der Bus saß fest.

Walter Scipioni und Steffen Mang vom Fasnetclub Unterjesingen waren zufällig vor Ort. Scipioni berichtet: „Auf dem Weg zur Abholung unserer Narrengruppe wollte der Fahrer eines Reisebusses auf den Gleisen des Bahnübergangs Rottenburger Straße in Unterjesingen wenden. Just in dem Moment schlossen die Schranken. Mir war in dem Moment bewusst, dass wir höchstens 30 Sekunden Zeit haben würden.“ Die Männer drückten die geschlossene Schranke so weit zur Seite, bis sie brach und der Bus gerade noch rechtzeitig von den Schienen fahren konnte.

„Ein Unglück mit erheblichen Personen – und Sachschaden verhindert“

Der zuständige „Zweckverband ÖPNV im Ammertal“ erklärte am Freitag in einer Pressemitteilung, dass es ohne das schnelle Handeln der beiden Männer wohl zu einem schweren Unfall gekommen wäre. Sarah Wüstenhöfer, die Geschäftsführerin des Zweckverbands ÖPNV im Ammertal, lobt den Mut der Helfer: „Sie haben ein Unglück mit erheblichem Personen- und Sachschaden verhindert und echte Zivilcourage bewiesen. Dafür gilt Ihnen unser Respekt und unser Dank!“ Der Schaden an der Schranke beträgt rund 700 Euro. Ein Unfall hätte jedoch Schäden in Millionenhöhe verursacht, so Wüstenhöfer.

Vorsicht bei Bahnübergängen

Der Zweckverband ÖPNV mahnt: Bahnübergänge dürfen nicht blockiert werden. Wenden, Rangieren oder Stehenbleiben auf den Gleisen ist lebensgefährlich und verboten. Verkehrsteilnehmer sollten Bahnübergänge immer schnell und ohne Verzögerung überqueren.