Wie man sich schützen kann: Polizeipräsidium Reutlingen warnt vor Einbrüchen in der dunklen Jahreszeit

Meist reicht ein Schraubenzieher – und schon ist ein Einbrecher drin. Sicherungssysteme machen es schwerer, oft geben die Täter dann auf.
Frank Rumpenhorst/dpa/Symbolbild- Polizei Reutlingen warnt vor steigenden Einbruchszahlen in der dunklen Jahreszeit.
- 2022: 371 Einbrüche; 2023: 407; 2024: 400 – weniger als vor Corona, aber dennoch besorgniserregend.
- Prävention: Türen und Fenster sichern, Licht mit Zeitschaltuhr nutzen, Haustür immer abschließen.
- Kostenlose Beratung bei Kripo-Beratungsstellen, auch vor Ort-Termine möglich.
- Weitere Infos auf www.k-einbruch.de und auf regionalen Immobilienmessen im November.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Während der Corona-Epidemie war die Zahl der Einbrüche auf einem Tiefstand. Doch es werden wieder mehr: Das Reutlinger Präsidium registrierte für die Landkreise Reutlingen, Tübingen, Esslingen und den Zollernalbkreis 371 Wohnungseinbruchsdiebstähle im Jahr 2022, im Jahr 2023 waren es schon 407, im Jahr 2024 immer noch 400. Das sind zwar weniger als in der Zeit vor Corona, aber Wohnungseinbrüche erschüttern das Sicherheitsgefühl der Opfer meist nachhaltig. Schwerer als der materielle Schaden wiegt häufig, dass Fremde in den persönlichen Lebensbereich eingedrungen sind.
Die Polizei will einerseits Täter abschrecken und setzt dabei auf Streifen, auch in zivil, in der dunklen Jahreszeit vor allem nachmittags und abends. Außerdem kontrolliert sie häufiger an Ausfallstraßen, mit Unterstützung der Polizeihundeführerstaffel und von Beamten des Polizeipräsidiums Einsatz. Im speziellen Arbeitsbereich „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ führt die Polizei Hinweise und Spuren zusammen, um Serien schnell zu erkennen.
Viele Einbrüche könnten durch richtiges Verhalten und eine Sicherungstechnik verhindert werden, so die Polizei. Für Einbrecher sei es wichtig, dass alles möglichst schnell geht. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belege der in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Anteil der Einbruchsversuche. Vermehrt scheitern Täter an richtig gesicherten Fenstern oder Türen. Gerade bei Neu- oder Umbauvorhaben böten sich geeignete Sicherungsmaßnahmen an.
Die Kripo-Beratungsstellen in Reutlingen, Filderstadt-Bernhausen und in Balingen bieten Haus- und Wohnungsbesitzern dazu Hilfe an, auch individuelle Termine vor Ort sind kostenlos möglich. Termine können unter der Telefonnummer (07121) 942-1202 oder per Mail an reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden. Infostände gibt es auch auf den Immobilienmessen der Region, beispielsweise bei den „Immobilientagen Zollernalb“ in Balingen am 15. und 16. November und in Halle 4 bei der Messe „Heim und Familie“ in Stuttgart am 20. und 21. November. Mehr Informationen gibt es im Internet auf www.k-einbruch.de.
Diese Tipps zur Einbruchsprävention gibt die Polizei:
- Die Haustür immer abschließen, wenn man das Haus verlässt, bei Mehrfamilienhäusern sollte die Eingangstür nie offen stehen.
- Fenster, auch die im Keller, nicht gekippt lassen, Balkon- und Terrassentüren mechanisch sichern.
- Den Schlüssel niemals außerhalb der Wohnung verstecken – Einbrecher kennen jedes Versteck.
- Rollläden sollten nur zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden, sonst signalisieren sie Abwesenheit.
- Wenn man nicht da ist, sollte man in verschiedenen Räumen das Licht brennen lassen, beispielsweise mit einer Zeitschaltuhr.
- Ist man länger nicht da, sollten Bekannte regelmäßig den Briefkasten leeren.
- Wer verdächtige Personen in der Nachbarschaft sieht, sollte bei verdächtigen Wahrnehmungen oder bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) sofort über Notruf 110 die Polizei rufen.

